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Polizeibericht : Hochhausbrand: Kippte im 5. Stock eine Kerze um?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Feuermelder sprang an. Die Bewohner versuchten noch, selbst zu löschen.

Neumünster | Das Feuer in dem siebenstöckigen Hochhaus an der Noldestraße wurde offenbar durch eine brennende Kerze verursacht. Das teilte die Polizei gestern auf Anfrage mit.

Gegen 18.45 Uhr hatten Anwohner am Sonntagabend die Feuerwehr gerufen, weil im 5. Stock ein Kinderzimmer in Flammen stand (der Courier berichtete). Alle 50 Anwohner kamen mit dem Schrecken davon. Das Haus musste jedoch für zwei Stunden komplett evakuiert werden.

Nach Angaben von Polizeisprecher Sönke Hinrichs haben erste Ermittlungen ergeben, dass wohl eine Kerze im Kinderzimmer eines Jungen (8) das Feuer entfachte. „Möglicherweise kippe die Kerze um“, so der Polizeisprecher. Weitere Einzelheiten zu dem Unglück nannte er nicht. Als es qualmte und erste Flammen hochschlugen, sprang der Rauchmelder im Kinderzimmer an. Das habe die Mutter des Jungen gehört. Laut Hinrichs eilte sie ins Kinderzimmer und versuchte erst noch gemeinsam mit Nachbarn, das Feuer zu löschen. Doch ohne Erfolg. Schließlich alarmierte sie die Feuerwehr.

„Dennoch hat der Brandmelder möglicherweise Schlimmeres verhindert“, sagte Polizeisprecher Hinrichs. So sei wenigstens niemand ernsthaft zu Schaden gekommen.

Die Mutter und ihr Sohn sowie ein Säugling, der mit seinen Eltern in dem Haus in der Nachbarschaft wohnt, wurden am Sonntagabend vorsorglich ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus eingeliefert. „Vor allem die Kinder sollten da noch eine Weile beobachtet werden“, sagte Hinrichs. Mittlerweile konnte aber alle die Klinik wieder verlassen.

Die Wohnung im fünften Stock ist zurzeit nicht bewohnbar. Das Kinderzimmer brannte komplett aus, weitere Räume wurden durch Qualm stark in Mitleidenschaft gezogen. Laut Polizei kamen die betroffene Mutter und ihr Sohn bei Verwandten unter. Alle anderen Hausbewohner konnten nach den Löscharbeiten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Den Schaden, der durch das Feuer entstand, bezifferte die Polizei auf „mehrere 10  000 Euro“. Die Ermittlungen dauern an. 

 

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erstellt am 11.Feb.2015 | 06:30 Uhr

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