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Caspar-von-Saldern-Haus : Historischer Garten wird schick gemacht

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Treppe und Galerie zum Garten hin werden neu gestaltet. Förderverein, Denkmalpflege und Stadt machen dafür gut 150 000 Euro locker

Neumünster | Die Lindenallee am Caspar-von-Saldern-Haus stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Amtshaus und die Gartenanlage gehören zum Ältesten, was Neumünster historisch zu bieten hat. Ab dem Frühjahr soll das denkmalgeschützte Ensemble weiter aufgehübscht werden.

„Den Garten hat Caspar von Saldern Mitte des 18. Jahrhunderts selbst angelegt. Heute sind nur noch Restbestände erhalten“, erläuterte Diplomingenieurin Barbara Runtsch vom beauftragten Hamburger Büro Schaper, Steffen und Runtsch vor dem Planungsausschuss. Da es keine Zeichnungen vom Originalzustand gibt, müssen die Landschaftsplaner improvisieren. „Wir wollen nicht historisierend herangehen, sondern die Grundlinien wieder kenntlich machen“, machte Barbara Runtsch den leitenden Gedanken deutlich.

Geplant ist, den Zugang zur Musikschule neu zu gestalten. Er soll, ähnlich wie die schon 2008 erfolgte Pflasterung auf dem Vorhof zum Haart hin, mit geschliffenen Natursteinen ausgelegt werden. An diesem nördlichen Seitenflügel sind auch neue Fahrradständer geplant, sowie – als Reminiszenz an von Saldern – zwei Maronenbäume. Neumünsters Amtmann soll für die Esskastanien geschwärmt haben. Auch die bisher wenig schmucken Müllcontainer sollen hier einen eingehegten neuen Platz finden.

Schwerpunkt der Umgestaltung ist aber die rückwärtige Terrasse. Die derzeit provisorische Treppe wird in Anlehnung an das historische Vorbild der Galerie erneuert. „Die Galerie war ursprünglich aus Holz. Wir bauen da eine modernere Konstruktion“, sagte Barbara Runtsch. Die Einfassung ist aus Beton, der Belag soll aus rutschfesten gelblichen Granitplatten bestehen. In der Mitte ist ein Treppenabgang in den Terrassenbereich vorgesehen. Die Galerie selbst soll ein modernes Stahlgeländer erhalten, die Terrasse mit Sitzmauern einfasst werden.

„Die große Blutbuche als Naturdenkmal soll auf jeden Fall erhalten bleiben“, sagte Rutsch. Neu als Gestaltungselement sind zwei Buchenhecken vor den beiden Flügelbauten aus der Nachkriegszeit, die so optisch etwas abgeschirmt werden sollen. Eine weitere Buchenhecke zur Parkplatzzufahrt hin soll eine eindeutige Gartenkante definieren. Die Neugestaltung von Galerie und Treppe kostet etwa 82  500 Euro und wird vom Förderverein und der Denkmalpflege bezahlt. Part der Stadt ist die etwa mit 70  000 Euro veranschlagte Außenanlage.

Das Konzept für Caspar-von-Saldern-Haus und Garten stammt schon aus dem Jahr 2007. Bereits hergestellt sind die Pflasterung des Vorhofes mit den „Baumpaketen“ aus Platanen, eine Kastanienreihe zum Jungfernstieg hin und eine Hecke zur Boostedter Straße hin. Weitere Schritte sind Mauerelemente und Pflanzungen zum Jungfernstieg hin, eine Wegquerung von dort zum Parkplatz und die Integration des Spielplatzes in die Gartenanlage.

Runtsch: „Wir schmeißen nicht den ganzen Garten um und machen etwas ganz Anderes daraus. Wir wollen mit neuen und alten Strukturen dem historischen Bild nahe kommen. Das Caspar-von-Saldern-Haus war ein Bürgehaus zum Wohnen, kein adeliges Palais und nur bedingt repräsentativ.“

 

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erstellt am 07.Feb.2017 | 08:45 Uhr

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