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Ausstellung : Hilmar Friedrichs Hoch auf El Greco

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Neumünsteraner Maler lädt zu einer künstlerischen Hommage an den vor 400 Jahren gestorbenen Meister der ausgehenden Renaissance.

Neumünster | „Ein Hoch auf El Greco“ – so lautet der Titel einer Gemäldeausstellung, die der Neumünsteraner Künstler Hilmar Friedrich (75) und sein Schüler Simo Wenz (35) zu Ehren des vor 400 Jahren gestorbenen Meisters des Manierismus und der ausgehenden Renaissance zeigen. Sie ist jeweils am Sonnabend und Sonntag, 11./12. sowie 18./19. Oktober zwischen 11 und 17 Uhr in der Ateliergalerie an der Wasbeker Straße 59 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Die Idee zur Ausstellung kam Hilmar Friedrich nach einer Reise ins spanische Toledo. Das Museum Santa Cruz zeigte im El-Greco-Gedenkjahr eine Ausstellung mit allen namhaften Hauptwerken des 1541 auf Kreta als Dominikos Theotokopoulos geborenen Künstlers, der von 1577 bis zu seinem Tod 1614 in Toledo lebte und hier wegen seines schwer auszusprechenden Namen El Greco, der Grieche, genannt wurde.

Friedrich hatte mit viel Glück eine Eintrittskarte ergattert und war begeistert: „Das war ein Glücksmoment und der Impetus – ich musste etwas für El Greco tun.“ Friedrich griff zum Pinsel. Herausgekommen sind drei El-Greco-„Kopien“ und eine freie Nachempfindung im Stil des alten Meisters. Für den „Jungen Spanier im Grecokostüm“ gibt es kein Vorbild. Auch die „Kopien“ sind echte Friedrichs.

So fügte Friedrich dem Porträt des Großinqusitors Fernando Nino de Guevara zwei Ketzer zu, die im Feuer brennen. „Wenn El Greco so gemalt hätte, wäre er wohl selbst verbrannt worden“, sagt Friedrich. Den „Ungläubigen Thomas“ malte Friedrich viel leuchtender als im Original, auch das El-Greco-Selbstporträt trägt klar Friedrichs Handschrift. „El Greco und ich“ malte Friedrich schon vor 20 Jahren, ebenso das Selbstbildnis mit seiner Frau Bärbel im Greco-Stil. Drei Graphitzeichnungen und eine allgemeine Werkschau von Hilmar Friedrich und Simo Wenz runden die Ausstellung ab.

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erstellt am 07.Okt.2014 | 12:00 Uhr

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