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Kinderschutz : Hilfe-Netzwerk für junge Eltern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünster ist einer von elf Standorten bundesweit für Kinderschutzbund-Telefonberatung / Vernetzung mit „Frühen Hilfen“

Neumünster | Wenn ein Kind erwartet wird, ist das in der Regel ein freudiges Ereignis. Doch einige junge und werdende Eltern, besonders wenn sie unerfahren sind, haben viele Fragen, sind unsicher oder geraten in belastende Situationen, mit denen sie nicht alleine fertig werden. Für diese Klientel gibt es jetzt das neue Angebot, beim dem Berater des Kinderschutzbundes am Elterntelefon über die „Frühen Hilfen“ informieren – kostenlos und anonym.

Das Netzwerk „Frühe Hilfen“ wurde 2007 vom Bundesfamilienministerium gegründet. Es soll präventiv Kinder schützen, indem werdenden und jungen Eltern Hilfen in schwierigen Situationen an die Hand gegeben werden – das können zum Beispiel Familienhebammen, Eltern-Kind-Gruppen, Frühförderstellen oder Babysprechstunden sein.

Sowohl das Elterntelefon als auch die „Frühen Hilfen“ sind beim Kinderschutzbund angesiedelt. Die Verknüpfung ist neu. „Frühe Hilfen richten sich an Familien und Kinder bis zum dritten Lebensjahr und tragen dazu bei, dass Eltern geholfen wird, wenn es schwierig wird“, beschreibt Maike Petersen, Koordinatorin des Netzwerks „Frühe Hilfen“. Gemeinsam mit den Eltern entwickeln die Telefonberater Lösungen, stellen den Kontakt her.

„Das Elterntelefon der ‚Nummer gegen Kummer‘ ist ein bundesweites, kostenloses Gesprächsangebot, das Anrufer in den Fragen der Erziehung unterstützt“, erklärt Beate Friese, Projektleiterin „Frühe Hilfen“ und stellvertretende Geschäftsführerin von „Nummer gegen Kummer“. „Mit dem neuen Service wollen wir insbesondere junge Eltern in schwierigen Lebenssituationen erreichen. Die Berater am Elterntelefon wissen, welche Angebote der Frühen Hilfen für die Anrufenden hilfreich sein können.“

Dieser neue Service ist ein Pilotprojekt, das bundesweit an elf Standorten angeboten wird; Neumünster ist der einzige im Norden. „Wir haben uns dafür beworben. Ausschlaggebend war, dass wir gewährleisten können, dass wir während der Öffnungszeiten des Elterntelefons die Beratung lückenlos garantieren können“, sagt Barbara Budke, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit beim Kinderschutzbund Neumünster. Eine erste Schulung der Mitarbeiter habe stattgefunden, ein weiterer Workshop folge im Mai. Weitere Standorte sind beispielsweise Bamberg, Lüdenscheid, Minden, Rosenheim und mehrere Landkreise.

„Wichtigstes Prinzip der Telefonberatung ist die Anonymität“, sagt Barbara Budke. Ziel ist es, dass an allen Standorten verstärkt auf die Frühen Hilfen hingewiesen wird – egal, wo der Anrufer landet. „Aus dem Festnetz gelangt man nach Neumünster. Aber auch die Berater in Nordrhein-Westfalen oder woanders sollen auf eine Nummer in Neumünster verweisen.“


Elterntelefon: 0800 – 111 0 550, montags bis freitags 9 bis 11 Uhr, dienstags und donnerstags 17 bis 19 Uhr.

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erstellt am 13.Apr.2016 | 11:00 Uhr

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