Neumünster : Hilfe für Menschen in Not kommt an

Monika Rödel (von links), Petra Markowski-Bachmann und Manfred Baumann beraten seit Oktober kostenfrei in sozialen Fragen.
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Monika Rödel (von links), Petra Markowski-Bachmann und Manfred Baumann beraten seit Oktober kostenfrei in sozialen Fragen.

Sozialberatung des Roten Kreuzes im Vicelinviertel zieht eine erste Bilanz.

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19. Januar 2018, 08:15 Uhr

Neumünster | Ab welchem Handicap gibt es einen Schwerbehindertenausweis und wie wird er beantragt? Wie kann man sich vom Rundfunkbeitrag oder der Rezeptgebühr befreien lassen? – Bei Fragen wie diesen hilft seit Oktober die Sozialberatung des Deutschen Roten Kreuzes an der Christianstraße 33.

Petra Markowski-Bachmann, Monika Rödel und Manfred Baumann sind dort die Ansprechpartner und zogen gestern nach 100 Tagen eine erste Bilanz. Das Trio kommt aus der Erstaufnahmeeinrichtung am Haart und war dort in unterschiedlichen Funktionen als Sozialarbeiter und Berater tätig.

„Die Sozialberatung ist ein ganz neues Angebot des DRK in Neumünster, voll finanziert vom DRK-Kreisverband ohne öffentliche Zuschüsse“, sagt Petra Markowski-Bachmann. Das Angebot sei offen für alle Neumünsteraner und nicht auf das Vicelinviertel beschränkt.

In den ersten drei Monaten lag der Schwerpunkt auf der „Beratung für Arbeitnehmer 50 plus bis hin zu Fragen des Rentenbezugs. Wir helfen, Formulare auszufüllen und bereiten auf Behördengänge vor“, so Petra Markowski-Bachmann. „Viele Menschen sind mit komplizierten Formularen und Anträgen überfordert.“

Ein entscheidender Aspekt des zunächst auf drei Jahre ausgelegten Angebots; Es ist kostenfrei. „Wir arbeiten hier vertrauensgeschützt und selbstbestimmt, unabhängig von staatlichen Stellen und Vorgaben“, betont Petra Markowski-Bachmann: „Die Tür ist offen. Jeder kann zu uns kommen.“ Und der Bedarf ist da. In den ersten Monaten suchten 100 Menschen Rat und Unterstützung bei Petra Markowski-Bachmann, Monika Rödel und Manfred Baumann. „Uns begegnet hier viel Altersarmut, und die ist vorwiegend weiblich. Das wird noch mehr werden“, ist Petra Markowski-Bachmann überzeugt. Eine Rechtsberatung gibt es ausdrücklich nicht. Das Berater-Trio vom Roten Kreuz hilft dabei, Lösungswege zu entwickeln, begleitet bei deren Umsetzung, unterstützt mit Auskünften oder vermittelt bei Bedarf an weitere Beratungsstellen sowie an externe Fachstellen und Experten.

„Deswegen vernetzen wir uns auch mit Behörden und anderen Organisationen wie der Diakonie, Caritas oder der Rentenberatung gleich nebenan“, sagt Petra Markowski-Bachmann. Alle drei sind Neumünsteraner. Der Draht ins Viertel ist gegeben und wird aktiv gepflegt.

Geöffnet ist die Sozialberatungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes an der Christianstraße 33 vorerst am Dienstag von 13.30 Uhr und am Donnerstag von 10 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung. Telefonisch zu erreichen sind Petra Markowski-Bachmann, Monika Rödel und Manfred Baumann unter der Nummer 2 60 18 65.

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