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Adventslicht : Hilfe für eine krebskranke Mutter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Aktion Adventslicht unterstützt Karolina Linker (30), die nach einer Krebsdiagnose an schweren Folgeschäden leidet.

Neumünster | Wegen Kleinigkeiten geht Karolina Linker nicht zum Arzt, zumal sie als alleinerziehende Mutter immer für ihre Kinder da sein will. Doch Anfang Januar dieses Jahres wurden die Unterleibsschmerzen immer schlimmer. Sie ließ sich untersuchen – und die Diagnose traf sie wie ein Schlag: Gebärmutterhalskrebs. Es folgten Operationen, Komplikationen, Schmerzen. „Es war und ist wie ein böser Traum“, sagt die 30-jährige Neumünsteranerin und schaut auf ihre beiden Töchter Jenna (2) und Layla (5), die sie fröhlich anlachen. „Die Kinder sollen so wenig wie möglich mitbekommen“, sagt sie tapfer. Für ein wenig Unbeschwertheit sorgt die Aktion Adventslicht: Ihre Familienhelferin vom Jugendamt machte die Aktionsgemeinschaft zur Förderung Behinderter und Benachteiligter auf Karolina Linker aufmerksam.

Dabei sah alles vorher besser aus. Karolina Linker hatte sich vom Vater der Kinder nach einer problematischen Beziehung getrennt, meisterte ihr Leben als Alleinerziehende. Dann begann nach der schicksalhaften Diagnose ein Leidensweg: Diverse Untersuchungen, eine Total-OP, Komplikationen – sie konnte die Beine nicht bewegen, ging wochenlang auf Krücken. Die letzte OP war im März, aber Karolina Linker, die in der Stadtmitte wohnt, leidet unter dem Kompartment-Syndrom. Beim Laufen schwellen ihre Beine an, sie hat ständig Schmerzen, Schlafstörungen und aktuell starke Rückenschmerzen.

Beim Termin vor Ort versucht sie, sich das nicht anmerken zu lassen – immer mit Blick auf ihre Töchter. „Sie sollen nicht darunter leiden“, sagt sie. Sie lebt von Sozialleistungen, muss ein Darlehen zurückzahlen, hat aber zurzeit erhöhte Kosten. Denn sie soll sich auf ärztlichen Rat hin speziell ernähren. Doch die Krankenkasse gibt keinen Zuschuss, arbeiten kann sie auch nicht. Hilfe bekam sie bisher nur von der Deutschen Krebsstiftung und vom Bundespräsidialamt. „Das Geld reicht kaum aus, um die Familie zu ernähren, geschweige denn, zu Weihnachten noch Geschenke zu kaufen“, sagt Hartmut Tempel von der Aktionsgemeinschaft. Er gab sich gegenüber Jenna und Layla als „Vorbote des Weihnachtsmannes“ aus.

Die Kinder freuten sich über die Sachen, die die Mama bei Hobby & Co. ausgesucht hatte - einen Wackel-Turm, ein Putz-Set für die „kleine Hausfrau“, Lego, eine Mädchen-Pferde-Figur und eine neue Matratze. „Zum Leben haben wir 300 bis 400 Euro im Monat, Extrasachen sind da nicht drin. Aber ich weiß gar nicht, wie ich das wieder gutmachen kann, Hilfe von fremden Menschen zu bekommen“, sagt Karolina Linker gerührt und betont: „Ich kämpfe weiter – für meine Kinder. Wenn ich aufgebe, habe ich schon verloren.“

Auch weitere Familien, die unverschuldet in Not geraten sind, werden von der Aktionsgemeinschaft zur Förderung Behinderter und Benachteiligter beschert. Der Courier berichtet an den Adventssonnabenden, wie die Hilfe ankommt. Die ehrenamtlichen Helfer sorgen dafür, dass möglichst günstig Dinge angeschafft werden und individuell Hilfe geleistet wird und keine Kosten für Verwaltung entstehen. Das Spendenkonto der Aktion, zu der die Aktionsgemeinschaft gemeinsam mit dem Courier aufruft, ist bei der Sparkasse Südholstein eingerichtet: IBAN: DE 23 2305 1030 0000 2828 20.

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erstellt am 27.Nov.2015 | 17:12 Uhr

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