Baustellen in Neumünster : Hier wird es 2018 eng

Neumünsters Autofahrer, Anlieger und Besucher müssen sich auch 2018 auf zahlreiche Behinderungen durch Baustellen einstellen.

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27. Januar 2018, 07:33 Uhr

Die Stadt will wichtige Straßen sanieren, die Stadtwerke treiben den Ausbau des neuen Fernwärmenetzes voran. Stadtbaurat Thorsten Kubiak stellte jetzt die „größten Brocken“ vor – auch wenn genaue Ablaufdaten noch nicht feststehen.

Ganz obenan stehen in der Innenstadt die Leitungssanierungen und die neue Pflasterung der Lütjenstraße. Um die Störungen für Geschäftsleute und Passanten in der engen Einkaufsstraße so gering wie möglich zu halten, sollen die Bauarbeiten in kleinen Abschnitten Schritt für Schritt durch die Straße „wandern“. Die Pflasterkolonne der Stadt soll dabei den von den SWN beauftragten Gas- und Fernwärmebauern auf dem Fuße folgen und so die Lärm- und Staubbelästigungen möglichst gering halten. Auch dem Anlieferverkehr und der Feuerwehr kommt dieses Verfahren entgegen. „Wir mussten sicherstellen, dass die Feuerwehr in der Lütjenstraße alle Gebäude mit der Drehleiter erreichen kann“, erklärte Kubiak das Problem der Baustellenplaner. Die ursprünglich bereits für vergangenen Sommer geplanten Arbeiten sollen im März beginnen und dauern voraussichtlich bis in den Herbst. Anlieger und Geschäftsleute werden vor dem Start der Arbeiten noch umfassend informiert, verspricht Kubiak.

Viel Geduld wird Autofahrern erneut abgefordert, die vom Stadtnorden über die Kieler Straße ins Zentrum vordringen. Die Stadtwerke setzen die Arbeiten an der neuen Fernwärmetrasse unter der Fahrbahn fort. War die Kieler Straße im vergangenen Jahr deswegen bereits über Monate zwischen Bismarck- und Anscharstraße voll gesperrt, trifft es in diesem Sommer den Abschnitt zwischen Anscharstraße und Johannisstraße. Hier und durch die Johannisstraße hindurch bis zur Rendsburger Straße vor dem Bahnhof werden neue Fernwärmerohre verlegt. Die Arbeiten sollen bis zum Herbst abgeschlossen sein. Für die Dauer der Bauarbeiten bleibt die Kieler Straße in diesem Abschnitt voraussichtlich komplett gesperrt. Wie der Verkehr umgeleitet wird, ist noch offen.

Auch vom Süden her wird es in diesem Sommer für Autofahrer komplizierter, in die Stadt zu gelangen. Der Schleusberg muss voraussichtlich für ein halbes Jahr voll gesperrt werden. In Höhe Tivoli wird unter der Fahrbahn ein neues Überlaufbecken eingebaut. Das Auffangbecken soll verhindern, dass bei Starkregen Schmutzwasser ungefiltert in die Schwale abfließen kann. Mit dem Einbau für rund eine Million Euro erfüllt die Stadt verschärfte Auflagen zur Abwasserentsorgung. Misslich: Bereits in den nächsten Jahren muss die Straße erneut aufgerissen werden, damit die SWN auch hier ihre Fernwärmeleitung verlegen können. Eine Zusammenlegung der Arbeiten war laut Stadt nicht möglich.

Und noch eine Fernwärme-Baustelle dürfte Autofahrern in diesem Sommer wenig Freude bereiten: Auch auf der Rendsburger Straße wird die Straße erneut geöffnet. Von Höhe „Altes Stahlwerk“ werden sich die Tiefbauer stadteinwärts und dann durch die Sedanstraße bis in die Carlstraße vorarbeiten. Auf der Carlstraße selbst werden zwischen Viktoriastraße und Elly-Heuss-Knapp-Schule neue Heizrohre verlegt. Wann wo gesperrt wird, ist noch offen.

Bescheiden nimmt sich dagegen die Reparatur der Schwalebrücke in der Parkstraße aus. Die Straße muss vorrübergehend gesperrt werden. Ein Termin steht noch nicht fest. Ähnliche Brückenreparaturen stehen auf der Schützenstraße an.

Ginge es nach den Wünschen der Stadtwerke würden die Fernwärmebauer auch in der Wittorfer Straße noch aktiv. Geplant ist, unter dem Bahnübergang einen Tunnel für die Heizrohre hindurch zu schießen. Die benötigte Bauzeit dafür wird von der Stadt auf einige Wochen kalkuliert. Ob die Baumaßnahme tatsächlich noch 2018 abgewickelt wird, ist noch offen: „Wir warten auf grünes Licht von der Bahn“, sagte SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt.

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