Hier werden täglich bis zu 20 000 Geschirrteile gespült

Klaus Hildebrandt (von links), Katharina Koch und Sven Müggenborg sorgten gestern beim Tag der offenen Tür in der Betriebstätte Rickling für das leibliche Wohl der Gäste.
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Klaus Hildebrandt (von links), Katharina Koch und Sven Müggenborg sorgten gestern beim Tag der offenen Tür in der Betriebstätte Rickling für das leibliche Wohl der Gäste.

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08. Juli 2015, 14:50 Uhr

Einmal hinter die Kulissen der Segeberger Wohn- und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen schauen: Gelegenheit dazu bot gestern der Tag der offenen Tür der Betriebsstätte in Rickling auf dem Fichtenhof.

Rund 200 Besucher machten von hier aus Rundgänge durch die Abteilungen und informierten sich über die dem Landesverein für Innere Mission zugehörige Einrichtung. Tätig sind hier zurzeit 74 Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Behinderungen. Begleitet und angeleitet werden diese von 49 Teilzeitmitarbeitern.

Neben dem Tagungszentrum Fichtenhof werden in Rickling eine Wäscherei, eine Schälküche, in der täglich bis zu 600 Kilogramm Kartoffeln verarbeitet werden, sowie eine moderne Spülküche betrieben, durch die täglich bis zu 20 000 Geschirrteile gehen. Angesiedelt sind hier außerdem ein landwirtschaftlicher Bereich sowie auch zwei Gartenbaubetriebe.

„Die Beschäftigten arbeiten jedoch auch in unserem Segeberger Café Spindel und im Lindenhofladen, in dem die Produkte aus unserer Landwirtschaft verkauft werden“, berichtete die Abteilungsleiterin des Fichtenhofes, Gudrun Voss-Burghold.

Das Ziel der Werkstätten sei, die Menschen so auszubilden und zu stabilisieren, dass sie im besten Fall eine Anstellung auf dem freien Arbeitsmarkt finden. „Das hat schon einige Male gut geklappt. Aber es kommt natürlich immer auf den einzelnen Menschen an. Deshalb arbeiten viele in dieser geschützten Umgebung auch bis zu ihrer Rente“, erklärt sie weiter.
Zum Tag der offenen Tür kamen vor allem Kollegen aus anderen Arbeitsbereichen der Wohn- und Arbeitsstätten. Aber auch Erzieher und Pädagogen, die mit Behinderten arbeiten, sowie auch einige interessierte Eltern schauten sich um.

„Unter den Eltern von Behinderten würde ich mir allerdings noch mehr Interesse und Offenheit wünschen. Denn oftmals haben diese falsche Vorstellungen von den Werkstätten. Dabei bräuchten sie sich nur melden. Wir stehen jederzeit gerne für Führungen
und Fragen zur Verfügung“, sagte Gudrun Voss-Burghold.  






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