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Feuer und Sturm in Neumünster : „Herwart“ hält die Feuerwehr in Atem

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rettungskräfte in Neumünster rückten am Wochenende zu fast 50 wetterbedingten Einsätzen aus. Schäden in der Stadt sind noch nicht zu beziffern.

Eine brennende Garage in Faldera und Sturmtief „Herwart“ haben gestern die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auf Trab gehalten.

Nachts gegen 1.45 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr zu einem Brand an der Heider Straße in Faldera gerufen. Als der Löschzug der Berufsfeuerwehr dort sechs Minuten später eintraf, stand eine 15 Meter lange Garage schon in voller Ausdehnung in Flammen. Da die brennende Garage links direkt an das Wohnhaus und rechts an das Carport des Nachbarn grenzt, wurden gleich drei Auffahrten mit C-Rohren bestrichen und das Feuer so bekämpft. Zur Brandbekämpfung im Inneren rückten die Kräfte der Berufsfeuerwehr unter Atemschutz vor. Unterstützung leisteten der Rettungsdienst, die Polizei und zwei Löschfahrzeugen der Freiwilligen Wehr Neumünster Mitte.

Haus und Carport wurden stark verraucht und beschädigt, die Gas- und Stromversorgung fielen aus. Die Bewohner mussten bei Bekannten unterkommen. Die Brandursache und die Schadenhöhe sind noch unbekannt. Die Kripo ermittelt, dabei kam auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz.

Vor allem aber stand der Sonntag unter dem Eindruck von Sturmtief „Herwart“, der über Neumünster mit Böen bis knapp 90 Stundenkilometer hinwegfegte. „Wir hatten fast 50 sturmbedingte Einsätze, sagte Marc Kotyniok, der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr. Wegen der hohen Anzahl paralleler Einsätze waren fast alle Freiwilligen Feuerwehren der Stadt mit alarmiert worden.

Dutzende Bäume knickten um und versperrten Straßen und Wege. Andere mussten vorsorglich gefällt werden, weil sie so instabil geworden waren, dass sie auf Häuser zu kippen drohten oder eine Gefahr für Passanten darstellten. Immer wieder sorgten herabfallende Dachziegel umstürzende Bauzäune oder herumfliegende Baustellentoiletten für Gefahr und Einsätze der Feuerwehr.

In der Straße Störwiesen lösten sich große Dachteile von einem Hochhaus. Hier musste sich die Feuerwehr auf Sicherungs- und Absperrmaßnahmen beschränken. Heute sind hier die Dachdeckerfirmen gefordert. In Tungendorf machte sich an der Preetzer Landstraße ein großes Trampolin selbstständig und prallte nach einem Zehn-Meter-Satz über einen Zaun an ein Vordach.

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