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Rickling : Herta Friederichs: Zum 100. Geburtstag 80 Gäste

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Ricklingerin feiert heute mit der ganzen Familie.

Rickling | Wenn man Herta Friederichs in ihrem Zimmer im Ricklinger Altenzentrum des Landesvereins gegenübersitzt, möchte man es kaum glauben – doch die zierliche Dame im schicken Kostüm feiert heute ihren 100. Geburtstag.

Erwartet werden dazu mehr als 80 Gäste aus aller Welt, denn der größte Wunsch der Jubilarin ist es, ihre gesamte Familie noch einmal zu sehen. „Manche kennen sich noch gar nicht. Die Familie ist weit verstreut. Und so reisen meine beiden lebenden Brüder Günther (75) und Reinhard (65) und ihre Familien nun aus Irland, Ungarn, Italien, der Eifel und aus Frankfurt an, um Mama zu gratulieren“, erzählt die Tochter Frauke Friederichs (70).

Heute freut sich Herta Friederichs, wenn im Johannes-Voigt-Haus etwas los ist. Doch noch bis in ihre 90er-Jahre reiste die neunfache Groß- und Urgroßmutter selbst gern. „Zu ihrem 90. Geburtstag wurde zum Beispiel eine Flusskreuzfahrt auf der Donau gebucht“, berichtete Frauke Friederichs dazu.

Auch mit ihrem 1987 verstorbenen Mann Otto ging die Jubilarin gern auf Reisen. Unter anderem erkundeten die beiden auf Kreuzfahrten das Mittelmeer und das Nordkap. Möglich wurden die ausgiebigen Urlaube erst nach dem Renteneintritt des Ehemanns, denn zuvor leitete er die Ricklinger Meierei, in der auch Herta Friederichs stets mitarbeitete.

1936 übernahmen die gebürtige Kaiser-Wilhelm-Koogerin Herta und ihr Mann den Betrieb, den sie bis in die frühen 60er-Jahre führten. „Das war nicht immer einfach mit vier Kindern, aber es waren auch viele gute Jahre. Und wir Kinder hatten immer unseren Spaß“, berichtete die Tochter über das turbulente Familienleben zwischen Milchkannen und Butterfässern.

Auch im Ort engagierte sich das Paar mit großem Einsatz. So war Herta Gründungsmitglied der Ricklinger Landfrauen und dessen erste Schriftführerin. Otto zog es dagegen in den Sportverein. Er rief den Vogelschießerverein mit ins Leben und auch im Plattdeutschen Verein waren die beiden aktiv. „Meine Eltern waren immer gern unterwegs und deshalb ist es für meine Mutter auch ein tolles Geschenk, dass heute einmal wieder so richtig was los ist“, sagt die Tochter.



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