Silvester : Hersteller-Pech: Glücksklee ist knapp

Theresa Balanski und Jan Paulwitz verkaufen die Glücksboten in Tungendorf.
Theresa Balanski und Jan Paulwitz verkaufen die Glücksboten in Tungendorf.

Die Glückboten sind ein beliebtes Geschenk und Mitbringsel zum Jahreswechsel

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31. Dezember 2016, 08:30 Uhr

Neumünster | „Silvester ohne Glücksboten – das ist wie Ostern ohne Osterhase“, sagt Jan Paulwitz von der Gärtnerei Paulwitz in Tungendorf-Dorf. Der Glücksklee, den er hier mit seiner Mitarbeiterin Theresa Balanski zeigt, ist Tradition zum Jahreswechsel.

Vierblättriger Klee soll böse Geister vertreiben und verkörpert in der christlichen Symbolik ein Stück vom Paradies. Dabei handelt es sich beim Glücksklee gar nicht um echten Klee, sondern um Sauerklee (Oxalis tetraphylla oder Oxalis deppei). Mehrteilige Blätter sind bei dieser Gattung keine Seltenheit, der Beiname Tetraphylla weist auf die Vierblättrigkeit. Das heißt aber nicht, dass der Klee vier Blätter hat. Es handelt sich tatsächlich um ein vierteiliges Blatt. Und der Glücksklee ist in diesem Jahr sehr knapp, weiß Jan Paulwitz. Gezüchtet wird er vornehmlich von einer Firma in Belgien. „Und die hatte trotz des Glücksklees Pech. Bei einem Brand wurde nämlich ein Großteil der Ernte vernichtet“, sagt Paulwitz. Die Pflanzen mit weiteren Glücksboten wie Schornsteinfeger, Fliegenpilz oder Sektflasche als Accessoires gingen weg wie warme Semmeln.

Paulwitz hat einen Tipp: „Kühl und feucht stellen, dann halten sie sehr lange. Die Pflanzen sind winterhart. Die Knolle kommt also wieder.“

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