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Trappenkamp : Herbert Möller erhielt den Kulturpreis der Sudetendeutschen

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Herbert Möller (91), Ehrenvorsitzender der CDU Neumünster, wurde am Sonnabend im Trappenkamper Bürgersaal ausgezeichnet.

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2014 | 08:30 Uhr

Trappenkamp | Herbert Möller (91), Ehrenvorsitzender der CDU Neumünster, wurde am Sonnabend im Trappenkamper Bürgersaal nicht nur für sein Engagement als Politiker in Schleswig-Holstein geehrt. Für seinen Einsatz als Unterstützer und Helfer für Kriegsvertriebene wurde dem CDU-Urgestein vor rund 50 Gästen der mit 2000 Euro dotierte Kulturpreis des Sudetendeutschen Kulturwerks aus Trappenkamp verliehen.

Als einer von 1,2 Millionen Flüchtlingen, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Bevölkerung in Schleswig-Holstein mit bis dahin rund 1,5 Millionen Einwohnern fast verdoppelten, hat der Wahl-Holsteiner sich besonders für die Heimatvertriebenen eingesetzt. Selbst mit seiner Frau Carola von Wohnungsnot betroffen, gründete Möller 1948 die Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsbaugemeinschaft „Eigener Herd“. 1952 entstanden in Neumünster-Tungendorf im Rahmen des Barackenräumprogramms des Landes die ersten 24 Siedlerstätten. Um den Zusammenhalt der Siedler zu stärken, gründete Möller die Siedlergemeinschaft „Eigener Herd“ im Deutschen Siedlerbund. Das Thema zieht sich bis heute durch das Leben des Neumünsteraners, der neben dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse Träger der Caspar-von-Saldern-Verdienstmedaille der Stadt Neumünster, der Freiherr-vom-Stein-Verdienstmedaille des Landes Schleswig-Holstein und Ehrenmitglied im Bundesverband der Vertriebenen in Neumünster ist, berichtete die Vorsitzende des Trappenkamper Kulturwerks Marion Baumgartl.

Geboren und aufgewachsen ist der neue Kulturpreisträger auf einem Bauernhof im Sudetenland. Nach dem Krieg führte der Transport mit einem britischen Lastwagen den jungen Heimatlosen in das in Trümmern liegende Neumünster. „Hier wollte ich nicht begraben sein“, so der Preisträger. „Letztendlich war Vieles kein Verdienst, sondern den Bedingungen geschuldet“, meinte Möller bei der Preisverleihung bescheiden.

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