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NBN-Spielzeit : Heiteres vom Rentner bis zum Killer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

92. Spielzeit der Niederdeutschen Bühne bietet viele Komödien / Lesungen mit Birgitt Jürs und Matthias Stürwohldt

Neumünster | Eie turbulente Komödie über Seitensprünge macht am Freitag, 3. Oktober, den Auftakt (der Courier berichtete) – und heiter geht es weiter: Die 92. Spielzeit der Niederdeutschen Bühne bietet eine bewährte Mischung aus lustigen Stücken, aber auch tiefergehenden Botschaften.

NBN-Urgestein Lothar Heinz führt Regie bei der Komödie „Op ewig jung“, die sich um das Jung-Sein und das Recht auf Liebe auch im Alter dreht. Sie erzählt von der ehemaligen Opernsängerin Titania, die sich selbst immer treu geblieben ist, von Werner, der sein Alter verleugnet, und Werners bestem Freund Tom – inklusive einer Liebesgeschichte. Premiere ist am Freitag, 7. November, um 20 Uhr.

Die 48. Silvesterpremiere ist ein Musical von Frank McDonald und Victor Bach unter der Regie von Dieter Milkereit: „Een is so jung, as een sik föhlt“ versetzt das Publikum zu fünf Altenheimbewohnern. Mit ihren Nörgeleien und ihrer Unzufriedenheit verbittern sie sich den Alltag, in den ein Abenteurer einbricht und alle in Schwung bringt – ein beschwingter Silvesterabend mit schmissigen Melodien (Mittwoch, 31. 12. Bestellungen: Tel. 2 52 80 29).

Unter der Regie von Jürgen Oerter geht es am Freitag, 13. Februar, mit der Komödie „Ünner’t Lüchtfüer“ weiter. Sie erzählt von dem exzentrischen Leuchtturmwärter Paul und seinem lebenslustigen Assistenten Beng, die sich am Ende zusammenraufen (Freitag, 13.2.). Was passiert, wenn ein Lebensmüder einen Berufskiller nervt? Die Lachmuskeln strapazieren wird die Komödie „De Nervbüdel“ von Francis Veber, (Premiere: Freitag, 13. 3.). Auf einen Bauernhof, einem verkappten Luxus-Etablissement, entführt „Hopphei op’n Heidhoff“ – Sittenstrenge prallt auf Lotterleben (Freitag, 10.4.).

Darüber hinaus finden Sonderveranstaltungen „To Besöök bi de Nedderdeütschen“ statt: Eine plattdeutsche Lesung mit Birgitt Jürs (24.10.), deren Erlös dem Förderverein zugute kommt, eine Lesung mit Matthias Stührwoldt (28.11.) sowie „Wiehnachten bi de Nedderdütschen“ (20./21.12., 17 Uhr).

Der Vorverkauf (10 bis 14 Euro) startet jeweils vier Wochen vor dem Stück bei Auch & Kneidl, Großflecken, Tel. 44064. Im Internet: www.niederdeutsche-buehne-neumuenster.de.

Kommentar: Pllattdeutsch ist wichtig

von Christian Lipovsek

Plattdütsch – wat geiht mi dat an? Die Jugend von heute spricht heute   kaum noch Niederdeutsch. Leider! Sprache ist eines der höchsten Kulturgüter, ihre Pflege eine wichtige Aufgabe. Dieses Bewusstsein rückt in Schleswig-Holstein zum Glück immer weiter in den Fokus. Nicht nur Projekte und Unterricht in Schulen tragen dazu bei, die traditionelle Sprache am Leben zu erhalten. Ein bedeutender Bestandteil sind auch die Niederdeutschen Bühnen. Ihre Mitglieder verbreiten mit  launigen  Schauspielen und Vorträgen nicht nur Spaß und Freude, sondern leisten auch ein gutes Stück Kulturarbeit.

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erstellt am 30.Sep.2014 | 10:00 Uhr

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