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Theater : Heiße Tipps zur Haltung von Männern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In ihrer Soloshow „Cavewoman“ begeisterte Heike Feist 380 Gäste

„Wenn zwei reden, muss einer zuhören, Mama!“ Heike rauft sich die Haare. Einen Abend vor der Hochzeit ist ihr Zukünftiger verschwunden, und nun ruft auch noch ihre Mutter an und warnt sie: „Überleg es Dir noch mal. Denk an Papa und mich!“ Aber Heike treiben ganz andere Sorgen um. „Hau ab!“ hatte sie ihrem Freund Tom nach einem Streit entgegengeschleudert und dabei – wie jede Frau weiß – „Komm her!“ gemeint. Tom hatte mal wieder nichts verstanden und war gegangen.

Und dann tauchen auch noch die Hochzeitsgäste einen Tag zu früh auf. Doch anstatt zu verzweifeln, nutzt Heike die Gunst der Stunde und erteilt ihren Gästen kurzerhand einen Crash-Kurs in Sachen Mann-Frau-Beziehung. Diese Hochzeitsgäste, sprich die 380 Besucher im Theater in der Stadthalle, lauschten am Sonnabend gespannt und amüsierten sich köstlich über die Schauspielerin Heike Feist in der fulminanten Soloshow „Cavewoman“.

Sie gab ihrem Publikum viele praktische Tipps zur Haltung und Pflege eines beziehungstauglichen Partners. „Damit Sie mich nicht missverstehen: Ich mag Männer! Aber man muss ganz schön in sie investieren. Oder haben Sie ihren schon von Anfang an so gekriegt?“ Immer wieder sprach Heike Feist ihr Publikum direkt an. Mal mit provokanten Fragen, mal mit klaren Statements: „Mit der Verständigung hapert’s ab und zu. Ist einfach ein anderer Kommunikationsstil. Knackiger kurzer Satz und ein Beispiel. Das brauchen Männer!“

Das ist ihrer Ansicht nach heute nicht anders als früher. Schon Eva musste, laut Heike, einiges an ihrem Adam nachjustieren. Und trotzdem kommt es immer wieder zu Kommunikationsstörungen. „Männer pupsen, rülpsen und schnarchen. Wir Frauen meckern und zicken rum. Das ist unsere Art zu pupsen.“ Bei dem Feuerwerk an verrückten Statements blieb kein Auge trocken. Immer wieder erntete die Schauspielerin tosenden Zwischenapplaus.

Doch Heike Feist kann auch leise Töne. Mit Sensibilität und viel Freude am Improvisieren gestaltete sie die Gespräche mit männlichen Gästen aus der ersten Reihe, die sie immer wieder zu sich auf die Bühne bat. Mit ihrem großen Talent für Situationskomik überzeugte sie auch den letzten Besucher im Theater, ohne dabei jemals einen ihrer Gäste vorzuführen. Nach knapp drei Stunden Solo-Show verabschiedete das Publikum Heike Feist mit tosendem Applaus.

 

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erstellt am 14.Okt.2013 | 09:00 Uhr

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