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Holsteinischer Courier

21. August 2017 | 14:39 Uhr

"Heimat ist Menschenrecht"

vom

64. landesweiter "Tag der Heimat" der Vertriebenenverbände

Neumünster | Traditionell begann der 64. Tag der Heimat des Kreis- und Landesverbandes des Bundes der Vertriebenen (BDV) und der Landsmannschaften gestern im Kiek In mit dem Einmarsch der Fahnen. Nach denen von Europa, Deutschland, Schleswig-Holstein und Neumünster folgten die von Lötzen, Ostpreußen, den Sudetenland, Nieder- und Oberschlesien sowie Pommern. Kameraden der Jugendfeuerwehr Wittorf trugen sie in den Saal. Der Tag stand unter dem Motto: "Heimat - unser kulturelles Erbe -Reichtum und Auftrag".

150 Vertriebene, teil in ihren historischen Trachten der Ostgebiete, und ihre Gäste waren zu dem landesweiten Treffen gekommen. Entsprechend lang war auch die Begrüßung der Ehrengäste durch Willi Treetzen, dem Vorsitzenden des BDV Neumünster. Anschließend hielt Pastor Hajo Peter eine Andacht, die ebenfalls zu den Traditionen des Treffens gehörte. Friedrich-Wilhelm Strohdiek nannte Heimat ein Menschenrecht und Vertreibung ein Unrecht, gegen das weltweit anzutreten sei. Bevor der Bundestagsabgeordnete Dr. Philipp Murmann (CDU) ans Rednerpult trat, bat Treetzen ihn, auf eine Frage zu antworten, die alle Vertriebenen seit Jahren beschäftigt: "Wann gibt es einen nationalen Gedenktag für Flucht und Vertreibung?" Murmann plädierte für eine Ausweitung des Weltflüchtlingstages auf die Flucht und Vertreibung aus den Ostgebieten. Auch der BDV-Landesvorsitzende Fedor M. Mrozek meinte, dass "ein nationaler Gedenktag längst überfällig" sei.

Nach den Grußworten ehrte der Kreisverband verdienstvolle ehrenamtliche Mitglieder: Nora Kawlath ernannte der Vorstand zum Ehrenmitglied. Eine goldene Ehrennadel erhielten Waltraud Otte, Elli Krause und Günter Wilke. Schatzmeister Ulf Kruse erhielt sie in Silber.

Adalbert Raasch, Landesvorsitzender der Pommern in Nordrhein-Westfalen, sprach in seinem Festvortag zum Motto des Tages. Einen kulturellen Nachmittag gestalteten Pommersche Landsmannschaften, unter anderem mit einer Tanzgruppe aus Kiel. "Lieder der Heimat" hieß - ebenfalls ganz traditionell - der letzte Tagesordnungspunkt. Nora Kawlath begleitete beispielsweise beim Ostpreußenlied "Land der dunklen Wälder" die Sänger auf dem Akkordeon.

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erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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