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Heidmühlener ließen sich „Bamberger Hörnchen“ schmecken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 11:28 Uhr

„Dann schmeiß’ den Riemen mal auf die Orgel“, hieß es zünftig beim Dresch- und Kartoffelfest in Heidmühlen, zu dem der Dreschverein gemeinsam mit den Landfrauen einladen hatte. Und an Besuchern fehlte es dann den Veranstaltern auf dem Acker am Sportplatz auch nicht. Im Laufe des Tages schauten hier fast alle 700 Einwohner einmal vorbei, um das abenteuerliche Ungetüm aus dem Jahr 1950 in Aktion zu sehen und sich eine leckere Portion „Bamberger Hörnchen“ mit Quark schmecken zu lassen.

„Wir haben diese alte Kartoffelsorte angebaut, weil sie besonders gut schmeckt. Doch mit ihrer knubbeligen Oberfläche ist sie industriell nicht zu verwerten und deshalb aus der Mode gekommen“, erklärte der Vorsitzende des Dreschvereins, Jens Ihben, zum kulinarischen Angebot.

Der 140 Mitglieder starke Dreschverein hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Landleben aus früherer Zeit zu pflegen. Jedes Jahr werden dazu 3,5 Hektar Land mit historischen Maschinen und alten Feldfruchtsorten bestellt. Regelmäßige Vorführungen und die Präsentation der großen Treckerflotte haben in Heidmühlen schon Tradition. „Uns macht es Spaß. Aber vor allen Dingen wollen wir den Kindern zeigen, wo alles herkommt, was auf den Tisch kommt“, erläuterte Jens Ihben.

Und anscheinend kommt das beim Nachwuchs gut an, denn so mancher Steppke stand immer wieder staunend vor der ratternden Maschine, bei der auf wundersame Weise oben Getreideähren rein und schließlich unten Korn herauskommt.



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