Futsal-Kreismeisterschaft in Neumünster : Heftige Tumulte nach Roter Karte – Junioren-Hallenturnier abgebrochen

Nach einem Platzverweis für einen Torpedo-Akteur musste am Ende sogar die Polizei gerufen werden.

shz.de von
14. Januar 2018, 16:07 Uhr

Neumünster | Es lief das vorletzte Turnierspiel, dann kam es zum Eklat: Als am Freitagabend in der zweiten Vorrundengruppe der B-Jugend-Futsal-Kreismeisterschaft in Neumünster der FC Torpedo und die SG Boostedt/Großenaspe aufeinander trafen, war eine berechtigte Rote Karte für einen Torpedo-Akteur der Auslöser heftiger Tumulte. Am Ende musste sogar die Polizei gerufen werden.

„Die Szene, die zum Platzverweis führte, ereignete sich direkt vor einer Gruppe von 20 pubertierenden Jugendlichen, die bereits zuvor auf Krawall gebürstet waren“, berichtete Aslan Gastrock, der als 2. Vorsitzender des Kreisfußballverbandes (KFV) Neumünster vor Ort war und zu rund 350 Zuschauern in der KSV-Halle gehörte. „Diese Gruppe sprang über die Brüstung und stand plötzlich auf dem Feld. Die haben da einen auf ,King Louie’ gemacht. Auch hat es noch eine Tätlichkeit gegen einen Boostedter Spieler gegeben“, erklärte Gastrock.

Als er zu den Besuchern zählte, die ein Smartphone zückten, um Videoaufnahmen zu machen, zeigten sich die Störenfriede beeindruckt und zogen flugs aus der Halle ab. Die Turnierleitung brach die Veranstaltung dennoch ab („Eine alternativlose Entscheidung.“ – O-Ton Gastrock), unterdessen war auch die Polizei angerückt.

„Mehrere Funkwagenbesatzungen auch des Autobahnreviers erreichten den Einsatzort. Die Lage blieb ruhig. Straftaten wurden uns nicht angezeigt“, hieß es in der entsprechenden Polizeimitteilung, wo im Übrigen von 30 Jugendlichen die Rede war. Die Ordnungshüter waren bereits zuvor einmal gerufen worden. „Vor der Halle kam es etwa nach der Hälfte des Turniers zu einer Schlägerei mutmaßlich innerhalb der besagten Gruppe. Ich wollte schlichten, bin daraufhin selbst bedroht und angegriffen worden. Da habe ich die Polizei ein erstes Mal gerufen“, sagte Gastrock.

Torpedos Jugendfußballobmann Peter Eggert, der selbst nicht vor Ort war, stellte fest: „Diese Chaoten sind keine Mitglieder von uns, sondern nur mit dem einen oder anderen unserer Spieler befreundet.“

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