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Gefährliche Kellerschächte : Haus Stormarn: Die Nachbarn sind in Sorge

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Offene Kellerschächte am Haus Stormarn machen den Anwohnern der Dithmarscher Straße Sorgen. Möglicherweise ist eine Firma aus Nordrhein-Westfalen Besitzer des Areals mit fünf Häusern.

Wird das Haus Stormarn langsam zum Sicherheitsrisiko? Mieter der benachbarten Wohnblocks an der Dithmarscher Straße sind besorgt: Der Grund sind mehrere offene Kellerschächte am Eingang des Hochhauses, das seit rund vier Jahren leer steht. „Da könnten spielende Kinder hineinstürzen“, befürchtet ein Anwohner. Und er erinnert an die Gustav-Hansen-Schule gegenüber. Außerdem seien in jüngster Zeit immer mehr Familien in die ehemals von Senioren bewohnten Nachbarhäuser gezogen.

Tatsächlich scheint die Jugend das Gelände rund um das siebenstöckige Haus Stormarn längst als Abenteuerspielplatz entdeckt zu haben. Graffiti ziert die vernagelten Eingänge. Alte Blumenkästen, und Müll wurden bereits in die Schächte geworfen. Die meisten Nachbarn sind sich einig: „Schön ist das nicht!“

Doch an wen sollen sie sich mit ihren Sorgen wenden? Nach wie vor ist die Kommunikation mit der Hausverwaltung Altro Mondo in Ronnenberg bei Hannover schwierig (der Courier berichtete). Auch gegenüber dem Courier wollte das Unternehmen keine Stellungnahme abgeben.

Den Eigentümer der fünf Häuser in die Pflicht zu nehmen, ist ebenfalls nicht einfach: Er ist den Bewohnern nach wie vor nicht bekannt. Vieles deutet jedoch drauf hin, dass hinter dem großen Unbekannten eine  Firma  aus  Nordrhein-Westfalen steht. Die taucht mit  Adressen in Köln und  südlich von Münster unter mehreren Namen in Branchenverzeichnissen und auf Firmenauskunftseiten im Internet auf – überwiegend ohne Telefonnummern.  Nur vereinzelt finden sich ein Kölner Anschluss sowie  eine E-Mail-Adresse. Darunter  ist   ausgerechnet die Kölner Immobiliengesellschaft Vivacon AG zu erreichen. Die hatte   2007 den Gebäudekomplex an der Dithmarscher Straße mit 543 Einheiten  von der Wobau gekauft und im Sommer offiziell wieder verkauft. Auf Nachfrage teilte  Pressesprecherin Natalie  Pichler  mit: „Die Vivacon ist nicht Eigentümerin der von Ihnen genannten Liegenschaften/Mehrfamilienhäuser.“ Auch sei die Vivacon „nicht Eigentümerin“ der besagten Firma.

Nach den Sicherheitsbedenken aus der Nachbarschaft nimmt jetzt die Stadt das Areal noch einmal genau unter die Lupe. „Die Stadt versucht weiterhin, den Eigentümer ausfindig zu machen und direkt Kontakt mit ihm aufzunehmen. Aufgrund der Hinweise zum Haus Stormarn wird die Bauaufsicht den Zustand des Gebäudes prüfen“, erklärte Thorben Pries, Büroleiter des Oberbürgermeisters.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 04.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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