zur Navigation springen

Katastrophenschutz : Hauptamtliche Führung der Regieeinheit hat sich bewährt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtbrandmeister Dr. Klaus-Peter Jürgens äußerte Kritik an der geplanten Offenlegung der Kameradschaftskassen.

shz.de von
erstellt am 24.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Neumünster | Seit Februar dieses Jahres steht die Regieeinheit im Katastrophenschutz der Stadt unter hauptamtlicher Führung. Es sei immer anspruchsvoller geworden, die Einheit mit ihren 40 Mitgliedern zu führen. Unruhe habe sich breit gemacht, hieß es am Freitag auf deren Jahresversammlung im Gefahrenabwehrzentrum.

Stefan Henning und Anja Appel von der Berufsfeuerwehr übernahmen für ein Jahr die Leitung. Der ehemalige Leiter Ronald Tietje verließ die Regieeinheit. „Es bedeutet viel Zeit, Engagement und Aufwand, eine Einheit mit 40 aktiven Mitgliedern zu führen. Und die Regieeinheit verfügt nicht über einen großen Vorstand wie etwa eine freiwillige Feuerwehr, sodass wir uns nach reiflicher Überlegung entschieden haben, die Regieeinheit unter hauptamtliche Führung zu stellen“, erklärte Rainer Scheele, Vize-Chef der Berufsfeuerwehr, den Führungswechsel. Zudem seien auch Ausbildungsmöglichkeiten im Katastrophenschutz nicht vorgesehen. Er sprach Ronald Tietje wie auch dessen Stellvertreter Christian Kaufhold, der aus persönlichen Gründen ebenfalls die Regieeinheit verlassen hat, seinen Dank aus. „Sie haben hier definitiv ihre Spuren hinterlassen“, sagte Scheele. Die neue Führung habe sich bewährt. Stefan Henning bringe die nötigen Führungsqualitäten und entsprechendes Einfühlungsvermögen mit. Seine Stellvertreterin, Anja Appel, kenne die Abläufe und Strukturen in der Regieeinheit und habe gute Kontakte zum Land.

Im vergangenen Jahr leisteten die Männer und Frauen der Katastrophenschutz-Einheit 2154 Stunden Dienst (zuzüglich der Lehrgänge und Ausbildungsabende). Sie unterstützten unter anderem beim RSH-Kindertag, der Holstenköste und beim Tag der offenen Tür der Berufsfeuerwehr. Auch bei zwei Brandeinsätzen versorgten sie die Feuerwehrkameraden vor Ort.

Stadtbrandmeister Dr. Klaus-Peter Jürgens nutzte sein Grußwort für Kritik an der geplanten Offenlegung der Kameradschaftskassen bei den freiwilligen Feuerwehren im Rahmen der Reform des Brandschutzgesetzes (der Courier berichtete). Er warf der Landespolitik „Hinterfotzigkeit“ vor. „Man will unangetastete Kassen anfassen, die seit Jahrzehnten gut funktionieren, um ersparte Gelder herauszulocken“, sagte er. Der stellvertretende Stadtpräsident Bernd Delfs (SPD) wies Jürgens Kritik auf Nachfrage zurück: „Er kritisiert die Politik, jedoch haben die Regierungsfraktionen von SPD, Grünen und SSW auf ausdrücklichen Wunsch des Landesfeuerwehrverbandes die Änderung in das Gesetzgebungsverfahren genommen“.

Für herausragendes Engagement wurden geehrt: Patrick Mischke, Christoph Reisinger, Eike Kläschen, Wolfgang Koll, Julia Waterstradt, Marius Kramer und Jannik Stier. Christoph Mischke wurde als Neumitglied verplichtet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen