Hans Gebhard servierte schwere Kost in grandioser Spieltechnik

Hans Gebhard zeigte sein ganzes Können an der Orgel.
Hans Gebhard zeigte sein ganzes Können an der Orgel.

shz.de von
13. Juli 2015, 10:41 Uhr

Mit anspruchsvoller Orgelmusik glänzte der renommierte Organist Professor Hans Gebhard in der Katharinenkirche in Großenaspe. 70 Besucher lauschten andächtig und inständig Werken von Buxtehude, Liszt und Bach.

Ein von anerkannten Musikgrößen dargebotenes hohes künstlerisches Niveau hat sich die Kirchengemeinde Großenaspe für ihre Konzerte auf die Fahnen geschrieben. Hans Gebhard, vielfach ausgezeichnet, unter anderem an St. Nikolai in Kiel und an der Musikhochschule Lübeck tätig gewesen, ist ein solche Koryphäe und bewies das an diesem Sommertag in der Katharinenkirche.

Viele bunte Vögel gaben die thematische Klammer für die Stücke. Den Kuckuck im titelgebenden „Capriccio sopra cucu“ von Johann Caspar von Kerll konnte man kurz erkennen, doch schon die vermeintlich zwitschernden Klänge in der „Vogelpredigt des Heiligen Franziskus von Assisi“ von Franz Liszt machten sich kaum bemerkbar und erschlossen sich nur dem professionell geschulten Ohr. Auch der Rest des Programms erforderte allerhöchste Konzentration und Aufnahmebereitschaft.

Max Regers „Scherzo“ ist eine vertrackte Stilübung für jeden Organisten, durchsetzt mit vielen Pausen und alternativen Melodiefetzen. Die Paraphrase über dieses Werk von Ernst-Ulrich von Kameke setzte noch einen drauf in Sachen Experiment. Hans Gebhard interpretierte das Werk detailgenau und erntete vom Publikum in der Großenaspe Katharinenkirche Anerkennung für seine Spieltechnik.  






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