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Ausstellung im Rathaus : Hans-Böckler-Schüler auf den Spuren der Steinzeit

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Klasse 5 b hat sich an zwei Projekttagen mit Höhlenmalerei beschäftigt. Die Ergebnisse werden im Rathaus ausgestellt.

von
erstellt am 21.Jan.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Was war die Steinzeit? Wie hat man damals gemalt? Und warum wurde überhaupt gemalt? – Antworten auf diese Fragen suchte die Klasse 5  b der Hans-Böckler-Schule an zwei Projekttagen zum Thema „Malen wie in der Steinzeit“. Unter Anleitung von Wilhelm Bühse, Museumspädagoge der Herbert-Gerisch-Stiftung, entstanden auch eigene Höhlenmalereien der Schüler. Seit gestern werden die Werke im Rathaus ausgestellt.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras eröffnete die kleine Ausstellung und war begeistert von den Ergebnissen der 26 Böckler-Schüler. „Es ist eine schöne Idee, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie unsere Vorfahren Kunst gemacht haben. Und eure Ergebnisse sind nicht großartig anders oder gar schlechter als das, was viele im Rahmen der modernen Kunst präsentieren. Das kann sich sehen lassen“, lobte Tauras die Fünftklässler.

Auch Wilhelm Bühse war mit seinen jungen Künstlern zufrieden: „Ich habe schon mit hunderten von Schülern gearbeitet und habe daher die Vergleichsmöglichkeit. Ihr wart unglaublich fleißig. Wir haben unwahrscheinlich schnell ein so tolles Ergebnis erzielt.“

Die Idee zu der Projektarbeit entstand an der Hans-Böckler-Schule durch einen Themenschwerpunkt im Weltkunde-Unterricht. „Wir haben uns in diesem Fach intensiv mit der Steinzeit beschäftigt und waren unter anderem im Steinzeitpark in Albersdorf. Dort haben wir gemeinsam Feuer gemacht und Brot gebacken. Das zweite Projekt war dann die Zusammenarbeit mit der Gerisch-Stiftung“, sagte Klassenlehrer André Matzkies.

Um sich möglichst detailgetreu an der Steinzeit zu orientieren, malten die Schüler auf Holzplatten, die wie Felswände aussehen. Auch der Courier kam bei der Arbeit zum Einsatz: Durch eine Mischung aus Zeitungspapier und Kleister, die auf die Platten aufgetragen wurde, entstand eine raue Oberfläche, die später weiß eingefärbt und mit Naturfarben aus Lehm und Kohle bemalt wurde. Auch die Pinsel wurden nicht gekauft, sondern von den Schülern aus selbstgesammelten Ästen und Stöcken hergestellt.

Für Stella Marie war die Arbeit mit Naturmaterialien eine ganz neue Erfahrung und eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag. „Auf meinem Bild bin ich selbst zu sehen. Ich töte gerade ein Mammut, weil ich Essen brauche“, erklärte die 12-Jährige ihr Werk. Besonders aufregend war für die Schülerin der Moment, als Olaf Tauras vor die Klasse trat und die Ausstellung eröffnete: „Ich habe den Oberbürgermeister vorher noch nie gesehen, das fühlt sich total cool an“, sagte sie begeistert.

Auch André Matzkies zog nach der Projektarbeit eine positive Bilanz: „An diese Tage werden sich die Schüler noch in fünf Jahren erinnern. Das ist wirklich nachhaltiges Lernen.“

Die Ausstellung ist ab sofort vier Wochen lang im Rathaus vor den Räumen des Oberbürgermeisters im 2. Obergeschoss (Südflügel) zu sehen.

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