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Holsteinischer Courier

15. Dezember 2017 | 02:22 Uhr

Amtsköste : Handwerk im Stimmungshoch

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kreishandwerkerschaft Mittelholstein hatte zum traditionellen Empfang ins Hotel Prisma geladen.

von
erstellt am 14.Nov.2015 | 07:30 Uhr

Neumünster | „Die Konjunktur im Handwerk zeigt sich weiterhin in bester Verfassung“ – diese Feststellung von Kreishandwerksmeister Michael Kahl kennzeichnete auch die Stimmungslage bei der 51. Amtsköste der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein. 76 Gäste aus Handwerk, Verwaltung und Politik amüsierten sich beim lockeren Plausch mit Imbiss im Hotel Prisma.

„Das Stimmungshoch wird voraussichtlich im weiteren Jahresverlauf anhalten“, sagte Kahl und nannte wie Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras in seinem Redebeitrag als Beleg auch die aktuelle Arbeitslosenzahlen. Die Oktober-Quote ist in Neumünster mit 9,6 Prozent so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr.

Als „größte Herausforderung für die nächsten Jahrzehnte“ nannte Kahl die Fachkräftesicherung und Nachwuchsgewinnung. Das Handwerk stehe hier im Wettbewerb mit anderen Branchen. Viele junge Menschen gingen nach dem Schulabschluss lieber studieren. Dabei brauche die Wirtschaft eher beruflich Qualifizierte als Akademiker, sagte Kahl. Der Kreishandwerksmeister sieht in den Menschen, die auf der Flucht Aufnahme in Deutschland finden und auf Dauer hier bleiben werden, eine große Chance.

Der auch von Kammerpräsident Günther Stapelfeldt zitierte Slogan der aktuellen Imagekampagne traf die Hoffnungen und Erwartungen ganz gut: „Für das Handwerk zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will.“ Berufliche Integration und Qualifizierung seien kein Selbstläufer, oft schwierig und zeitaufwändig, so Stapelfeldt. All das werde auch Geld kosten. Sehen lassen können sich die Ausbildungsanstrengungen allemal. Die Betriebe im Bezirk der Kreishandwerkerschaft haben bislang 836 neue Lehrverträge abgeschlossen. „Das sind 25 mehr als im vergangenen Jahr“, so Kahl.

Die Stadt Neumünster sieht Kahl nicht zuletzt aufgrund der zentralen Lage und der guten Verkehrsanbindung im Aufwind. „Die Eröffnung der Holsten-Galerie und die Erweiterung des DOC tragen dazu bei“, sagte Kahl. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras warf in seinem Beitrag auch die stadteigenen Baumaßnahmen und private Investitionen in die Waagschale. „Neumünster entwickelt sich positiv und wird gestaltet. Davon profitiert auch das Handwerk“, so Tauras.

„Das regionale und lokale Handwerk partizipiert von der Stärke, die Neumünster derzeit ausstrahlt, und von dem Interesse, das Firmen an der Stadt haben. Und die Stadt partizipiert von einem gesunden Handwerk“, sagte Tauras und nannte die gut 3500 Betriebe in Neumünster und Segeberg das „Rückgrat unser heimischen Wirtschaft“.

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