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Holsteinischer Courier

18. Dezember 2017 | 04:34 Uhr

Theaterstück : Handfest-lustige Aufklärung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Welt-Aids-Tag: Theaterstück drehte sich um Gefühle und Sexualität

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 09:00 Uhr

Eigentlich ist Lucy nicht der Typ von Robin: Sie liebt Mathe und Schnecken, er geht am liebsten kicken. Aber als er in die neue Schule kommt und neben ihr Platz nimmt, gibt es den berühmt-berüchtigten Blitz. Danach wissen die zwei nicht, wie sie mit diesen neuen Gefühlen füreinander umgehen sollen. Um Liebe, Gefühle, Sexualität, Aids und allem um die schönste Nebensache der Welt drehte sich gestern Vormittag das Theaterstück „Liebelove and the Sexperts“, das auf Einladung der Aids-Hilfe, Pro Familias und des Jugendverbandes 200 Schüler anlässlich des Welt-Aids-Tages erlebten.

Die vier Darsteller von „Theaterspiel“ aus Witten bei Bochum nahmen dabei kein Blatt vor den Mund. Robin (Aljoscha Zinflu) und Lucy (Jessi Jahning) bekamen Hilfe von den Internet-Beratern Lovely Rita (Beate Albrecht), der Autorin des Stücks, und Billy the Boy (Kevin Herbertz). Sie machen den zweien klar, dass man zu seinen Gefühlen stehen kann, sich aber nicht unter Druck setzen soll, auch und vor allem, wenn es um das erste Mal geht.

Mit lustig-frechen Liedern oder in eindeutigen Kostümen rissen sie die Schüler mit, spürten Schmetterlingen im Bauch nach, verschossen Amorpfeile oder zogen Kondome über Bananen. Nach vielen Missverständnissen finden Robin und Lucy zueinander...

Spannend wurde die Fragestunde danach: Wie geht das mit einem Kuss auf der Bühne? Sind Lucy und Robin in Wirklichkeit ein Paar? Wie sitzt ein Homosexueller auf dem Stuhl? Lachend klärten die Schauspieler alles auf und gaben noch so manchen konkreten Ratschlag. Umlagert war der Infostand von Aids-Hilfe und Pro Familia, an dem Kondome, Infobroschüren und vieles mehr parat lagen. „Viele Fragen gibt es zur Kondombenutzung, dem Schutz vor HIV oder dem Leben damit“, sagte Anna Struve von der Aids-Hilfe. Dabei sei es leider so, dass die Stigmatisierung Betroffener nicht weniger geworden sei: „Man sollte genau aufpassen, wem man sagt, dass man HIV-positiv ist.“

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