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Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 23:30 Uhr

Seekamp : Hamburger Flair am Einfelder See

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Wobau hat das ehemalige Kirchenkreisjugendheim am Einfelder See gekauft und will dort hochwertige Villen bauen

shz.de von
erstellt am 01.Mär.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Auf dem Gelände des ehemaligen Kirchenkreisjugendheims am Seekamp in Einfeld sollen im kommenden Jahr mit den Häusern Frühling, Sommer und Herbst drei exklusive Villenkomplexe entstehen. Die Wobau überzeugte mit ihren Entwürfen unter dem Titel „Dreiklang Villen-Ensemble“ der Hamburger Architektin Alexandra Czerner die Jury beim Bieterwettbewerb der Stadt, setzte sich gegen zehn weitere Interessenten durch und kaufte für rund 1,2 Millionen Euro alle drei Baufelder. Gestern schickte die Stadt die offizielle Bestätigung in die Geschäftsstelle an der Beethovenstraße. Die Entwürfe liegen ab heute im Stadthaus (Brachenfelder Straße 1-3) für die Bürger aus.

Nach dem Abriss des Jugendheims sind dort nach Angaben von Wobau-Geschäftsführer Uwe Honsberg auf dem knapp 6000 Quadratmeter großen Grundstück zwei zweigeschossige Doppelhäuser mit jeweils zwei Eigentumswohnungen sowie auf dem größten Baufeld ein zweigeschossiges Gebäude mit acht Eigentumswohnungen geplant. „Alles wird barrierefrei und sehr hochwertig. Die Wohnungen sind für alle Generationen geeignet, verfügen über Balkon und Garten. Einige können auch mit Büros ausgestattet werden“, sagt Honsberg. Er betont: „Wir wollen mehr Hamburger Flair in die Stadt holen.“

Nach der Auflösung des Erbbaurechtsvertrages mit dem Kirchenkreis hatte die Stadt das Grundstück übernommen (der Courier berichtete). Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss (BPU) beauftragte die Stadtverwaltung im Juli 2015 dann, ein „strukturiertes Bieterverfahren“ mit dem Ziel in Gang zu bringen, das Grundstück an den Bieter mit dem überzeugendsten Gesamtkonzept für eine Wohnnutzung zu verkaufen. Dabei zählte nicht nur der Preis, sondern auch das Bebauungskonzept. Die Jury, bestehend aus Mitgliedern des BPU sowie Sandra Weiß und Carsten Wiegmann vom Stadtteilbeirat Einfeld, bewertete die gestalterischen und städtebaulichen Qualitäten der eingereichten Entwürfe in einer Sitzung im November, die Ratsversammlung bestätigte die Entscheidung und stimmte dem Verkauf des Grundstücks zu.

„Die Konzepte der Wobau sind gelungene Beispiele moderner Architektur und städtebaulich überzeugend. Die klare architektonische Sprache und die großen Fensterflächen haben besonders gefallen. Die Häuser sind an den geforderten Stellen und in ihrer Höhe unter den Vorgaben geblieben“, sagt Stadtsprecher Stephan Beitz.

Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestock erklärt: „Wir haben lange über das Thema diskutiert. Nun sind die Beschlüsse gefallen. Ich hätte mir zwar etwas anderes gewünscht, letztlich ist das aber okay.“

Gestern begannen vier Mitarbeiter des Technischen Betriebszentrums damit, 20 Bäume auf dem Gelände zu fällen, um Platz für die Gebäude zu schaffen. „Die meisten Bäume bleiben aber stehen“, verspricht Honsberg.

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