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Holsteinischer Courier

22. Oktober 2017 | 12:54 Uhr

Wasbek : Hallenabriss wird gestartet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Montag sollen die Vorbereitungen in Wasbek beginnen . Die Entscheidung zum Bürgerbegehren ist noch nicht gefallen.

Wasbek | Die vorbereitenden Arbeiten zum Abriss der Turnhalle in Wasbek werden am Montag beginnen. Das bestätigten sowohl die Verwaltung als auch die beauftragte Abrissfirma. Währenddessen läuft das Bürgerbegehren gegen den Neubau.

„Zunächst werden wir das Gerät auf das Gelände bringen und letzte Absprachen treffen. Die eigentlichen Abbrucharbeiten werden voraussichtlich am Mittwochmorgen starten“, erklärte der zuständige Projektleiter der Firma Ernst Krebs, Karl-Heinz Krüger.

Die Arbeiten auf der Baustelle können dann so lange fortgeführt werden, bis die Kommunalaufsicht eine endgültige Entscheidung zu dem Bürgerbegehren getroffen hat, das die Mitglieder der BMW-Fraktion beantragt hatten (der Courier berichtete). „Erst mit der endgültigen positiven Entscheidung über die Zulässigkeit des Antrags müssten die Arbeiten eingestellt werden“,
erläuterte Gundula Schuhmacher
aus der Neumünsteraner Verwaltung.
  Sachbearbeiter Kai Reimers von der Kommunalaufsicht in Rendsburg teilte mit, dass bei der Prüfung der 190 Unterschriften einige Nachbesserungen durch die Antragsteller notwendig gewesen seien. „Einige Unterschriften sind auf nicht zulässigen Listen geleistet worden. Aber die Korrekturen sind mittlerweile nachgereicht worden“, berichtete er.

Entsprechend des regulären Verfahrensweges sind Ende der Woche Anhörungsschreiben an die Gemeinde sowie an die Antragsteller geschickt worden. „Danach haben die Parteien dann 14 Tage Zeit, sich zu äußern. Mit einer endgültigen Entscheidung über den Antrag rechne ich in der Woche ab dem 18. April“, so Reimers weiter.

Für Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff (CDU) behält bis dahin der Beschluss der Gemeindevertretung seine Gültigkeit. Am 22. September hatte sie beschlossen, die alte Turnhalle abzureißen und eine neue Zweifeldhalle zu bauen. „Ich freue mich, dass die Arbeiten jetzt beginnen. Wir werden die so lange fortführen, bis es uns unter Umständen untersagt wird. Aber mit dem beginnenden Abriss werden ja Fakten geschaffen, die das Bürgerbegehren an sich mehr als fragwürdig erscheinen lassen“, erklärte der Bürgermeister.  
 

Kommentar von Susanne Otto

 Wasbek, wie es leibt und lebt

Der Abriss beginnt, doch es ist wohl  abzusehen, dass der Bürgerentscheid gegen den Neubau genehmigt wird. Die Gemeinde schafft Fakten, und das ist zu diesem Zeitpunkt wohl  rechtens so. Aber ist das auch im Sinne aller Wasbeker Bürger gedacht?     Unter Umständen dürfen die Wasbeker dann irgendwann über eine neue Turnhalle abstimmen, wenn die alte längst abgerissen wurde. Die Alternative hieße: Nicht abreißen, auf die Abstimmung warten – aber dann verschwendet die Gemeinde Geld, weil sie längst Verträge geschlossen hat.

Ebenso ist es das gute Recht der BMW, einen Bürgerentscheid zu initiieren. Allerdings kam die Idee natürlich viel zu spät. Jetzt  fallen Hallenabriss und Bürgerbegehren zusammen. Wasbek, wie es leibt und lebt: Hier machen sich die Politiker gern gegenseitig  das Leben schwer.


 

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