Tierheim-Gast : Hahn „Loverboy“ krähte jetzt auch im Radio

„Loverboy“ bei seiner Lieblingsbeschäftigung – er kräht.
„Loverboy“ bei seiner Lieblingsbeschäftigung – er kräht.

Ein Interview mit der Tierheimleiterin und dem krähenden Hahn lief auf R.SH / „Loverboy“ ist vermutlich ein goldhalsiger Kraienkopp

shz.de von
18. Februar 2015, 09:00 Uhr

Neumünster | Der Hahn „Loverboy“, der am Montag im Tierheim abgegeben wurde, weil er zu laut krähte (der Courier berichtete), war jetzt im Radio zu hören. Gisela Bünz, Leiterin der Tierauffangstelle, wurde gestern von RSH interviewt – mit dem stimmstarken Hahn.

Sie erzählte seine Geschichte: Er wurde in einem Karton vor dem Tierheim abgestellt – mit einem Brief, in dem der anonyme Besitzer erklärte, dass ein Nachbar sich an dem Krähen von „Loverboy“ störe und Steine nach ihm werfe. Deswegen setzte er ihn aus. „Loverboy“ ist aber auch streitbar: Als Gisela Bünz ihn füttern wollte, hackte er ihr in die Hand. Dicke Handschuhe verhinderten Schlimmeres. Eine junge Mitarbeiterin, die das Tier fotografieren wollte, hackte der Hahn derb in den Schenkel. Zutritt hat jetzt aus Sicherheitsgründen nur noch das Personal. Es gab mehrere Interessenten für „Loverboy“. Gisela Bünz: „Wer dem Hahn ein artgerechtes Zuhause bieten kann, sollte Hühner haben, damit „Loverboy“ eine Aufgabe hat.“

Ernst-Günther Horn (82), Ehrenvorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins Einfeld, gab dem Courier gestern einen Tipp: „Das ist eindeutig ein goldhalsiger Kraienkopp, eine alte Rasse.“ (www.kraienkoeppe.de).

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