zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

18. August 2017 | 09:10 Uhr

Happy End : Hahn Hartmut schreckt Habicht ab

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Streitbarer Hahn aus Neumünster beschützt jetzt seine neue Hühnerschar auf einem Resthof

Neumünster | Der Hahn „Loverboy“, der jetzt Hartmut heißt, macht in seinem neuen Zuhause auf einem Resthof im Kreis Schleswig-Flensburg einen guten Job. Die neue Besitzerin, die nicht namentlich in die Zeitung möchte, hat sich beim Courier gemeldet und Fotos von Hartmut und seiner neuen Hühnerschar gemacht. Sie ist begeistert: „Der Habicht und sein Weibchen kreisen über den Hühnern, trauen sich aber nicht mehr anzugreifen. Ein traumhafter Beschützer, unser Hartmut!“

Nur fünf Hühner leben zurzeit auf dem Resthof – es waren mal 22, erzählt die Frau. Alle hat der Habicht geholt: „Vor 14 Tagen hat er das letzte Huhn gerissen.“ Hartmut ist sehr aufmerksam und schreckt die Greifvögel ab. Genau das suchte die Frau mit dem Resthof: „Ein Nachbar hat uns den Courier-Artikel in den Briefkasten geworfen, und ich habe mir im Internet Informationen über die Hühnerrasse Kraienköppe angesehen. Das kommt total hin, von der Optik bis hin zu seinem Verhalten.“

Hartmuts Beschützerinstinkt geht so weit, dass er seine „Mädels“ auch vor den Katzen, dem Hofhund und den Menschen beschützt – was das Fotografieren nicht einfach macht. „Mein Mitbewohner hat Fotos von ihm geschossen, und der Hahn ist auf ihn losgegangen“, erzählt sie augenzwinkernd. Sie versorgt den Hahn mit seinem Lieblingsfutter – in Milch eingeweichtes Brot und Katzenfutter. „Ich hoffe, dass er noch zahmer wird“, sagt die Hühnerhalterin.

Hartmuts neue „Mädels“ entstammen unterschiedlichen Rassen: Grünlander Hauben, die grüne Eier legen, und Maran-Hühner, die schokoladenbraune Eier legen. Und sie haben alle Namen: Bianca, Sonja, Mary, Stefanie und Klara. Jetzt, da der Habicht dank Hartmut keine Chance hat, will die Frau neue Hühner anschaffen, damit Hartmut ordentlich was zu tun hat. Doch seinen eigentlichen Job konnte er bisher nicht richtig ausüben: Wenn er sich in galanter Absicht den Hühnern näherte, zeigten die ihm bisher die kalte Schulter, erzählt die Halterin: „Die Mädels sind emanzipiert und lassen ihn noch nicht ran. Sie zeigen ihm, wann er darf.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 01.Mär.2015 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen