Habicht in Tellereisen gefangen – Polizei bittet um Hinweise

In einem ähnlichen Tellereisen war der Habicht gefangen. Diese Fallen sind verboten.
In einem ähnlichen Tellereisen war der Habicht gefangen. Diese Fallen sind verboten.

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08. September 2013, 09:44 Uhr

Der Segeberger Polizeiumwelttrupp warnt vor sogenannten Tellereisen. Vor einer Woche wurde im Rieshorner Gehölz, einem Waldstück in der Gemeinde Heidmühlen, östlich der Kreuzung Wiesengrund und Rieshorner Weg, von einer Spaziergängerin etwa zehn Meter abseits des Waldweges, ein Tellereisen gefunden, in dem ein Habicht gefangen war. Bei einem Tellereisen handelt es sich um eine aus Stahl gefertigte Falle zum Fang von Raubtieren. Das Verwenden von Tellereisen ist auf Grund jagdrechtlicher Bestimmungen seit geraumer Zeit ausdrücklich verboten ist, da ein unversehrtes Fangen oder sofortiges Töten des Tieres nicht gewährleistet werden kann.

Der Habicht saß mit einem Fang in der Falle fest, lebte noch, war jedoch schwer verletzt. Das Tier wurde in der Tierärztlichen Praxis für Vogelmedizin Wahlstedt fachgerecht behandelt, wobei von dem verletzten Fang eine Zehe vollständig amputiert werden musste. Derzeit befindet sich das Tier bis zum vollständigen Verheilen der Wunde im Wildpark Eekholt.

Die Polizei ermittelt jetzt wegen Jagdwilderei und des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Hinweise auf einen Tatverdächtigen konnten bisher nicht erlangt werden.
Der Sachverhalt wurde durch die Jägerschaft des Gemeindejagdbezirkes Heidmühlen zur Anzeige gebracht. Nach Angaben der Polizei in Segeberg waren die Jäger sehr betroffen über diese Form des unwaidmännischen Verhaltens, vor allem weil nicht auszuschließen sei, dass neben Wildtieren auch Menschen, insbesondere Kinder, oder auch Hunde in derartige Fallen gelangen können. Das betreffende Waldstück wird von Spaziergängern zum Hundeauslauf stark frequentiert.

Hinweise zu dem Vorfall werden unter Tel. 0 45 51/88 40 entgegen genommen.


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