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Integration : Haart-Café – ein Ort zum Durchatmen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Diakonie eröffnet neues Beratungs- und Begegnungszentrum für Flüchtlinge. Viele Angebote unter einem Dach in der Kösterschen Fabrik

von
erstellt am 29.Sep.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Näher dran, mehr Angebote und alles unter einen Dach: Die Diakonie Altholstein erweitert und konzentriert ihre Hilfsangebote für Flüchtlinge und Migranten in der Stadt. Im Verwaltungsgebäude der ehemaligen Kösterschen Fabrik am Haart 224 wurde gestern Nachmittag ein neues Begenungs- und Beratungszentrum eröffnet.

Nur rund 400 Meter von der zentralen Erstaufnahmestelle entfernt soll die neue Einrichtung künftig alle Angebote zur Unterstützung von Flüchtlingen und Migranten unter einem Dach zusammenfassen. Die bisherige Beratungsstelle der Diakonie am Alten Kirchhof 2 wird aufgelöst.

Heinrich Deicke, Chef der Diakonie, sprach gestern angesichts des noch immer wachsenden Flüchtlingszustroms von einer „Herausforderung für die ganze Gesellschaft“. Es gelte, die Menschen nicht nur willkommen zu heißen, sondern sie bei der Entwicklung einer neuen Lebensperspektive zu unterstützen. Dazu brauche es viele Ehrenamtliche, aber eben auch hauptamtliche, professionelle Helfer, die begleiten, begründete Deicke das Engagement der Diakonie bei der Integration.

In dem neuen Zentrum bieten zunächst sechs hauptamtliche Mitarbeiter den Flüchtlingen Unterstützung in allen Fragen etwa zum Asylverfahren, zur Ausbildungs- und Berufsfindung bis hin zur gesundheitlichen Vorsorge und Versorgung an. Das Angebot richtet sich dabei sowohl an bereits „anerkannte“ Migranten, Flüchtlinge die ihr Asylverfahren bereits abgeschlossen haben, als auch an die neu ankommenden Menschen in der benachbarten Erstaufnahmestelle.

Speziell für Flüchtlinge, die in der Erstaufnahme leben, öffnet im Haus künftig regelmäßig das „Haart-Cafe“, in dem die Menschen zwanglos erste Tuchfühlung zu den Helfern aufnehmen und Vertrauen aufbauen können. Zugleich soll der von Ehrenamtlichen betreute Treff helfen, Kontakte zu deutschen Nachbarn anzubahnen. Regelmäßige Informationsveranstaltungen, in denen das Asylverfahren in bis zu acht Sprachen erklärt wird, sollen den Neuankömmlingen erste Orientierung bieten.

Das Haart-Café soll für die Flüchtlinge „zu einem Ort des Durchatmens“ werden, aber auch zu einem Ort in dem sie neue Perspektiven entwickeln können, wünschte sich der für die Diakonie zuständige Propst Kurt Riecke bei der Eröffnungsfeier.

Das Café, das allen Neumünsteranern offen steht, ist zunächst an jedem Donnerstag von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Mindestens sechs ehrenamtliche Helfer heißen die Besucher willkommen, auch eine Kinderbetreuung wird angeboten.

Das Beratungszentrum selbst ist zunächst dienstags von 11.30 bis 13 Uhr, mittwochs von 13 bis 14 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Weitere Infos gibt es auch unter www.diakonie-altholstein.de.

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