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Matz Mutzke : Gutes Konzert nach Startproblemen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

200 Besucher feierten den Musiker im Alten Stahlwerk. Allerdings störten den Sänger die Geräusche von der Bar.

Neumünster | Bei seinem Konzert im ausverkauften Restaurant des Hotels Altes Stahlwerk hatte Max Mutzke am Sonnabend zunächst ein paar Startprobleme. Mit dem Publikum im erstmals nur zum Teil bestuhlten Saal musste er sich erst darauf einigen, dass allzu laute Hintergrundgespräche an der Bar die Musiker vorn dann doch stören. Das kam bei einigen Zuhörern nicht so gut an. Doch der allgemeinen Partystimmung tat das letztlich keinen Abbruch.

Mit den vertrauten Soul-Pop-Klängen, mit denen Mutzke 2004 zum ESC-Star (Eurovision Song Contest) aufgestiegen war, ließ der heute 34-Jährige seine Stimme erstmal aus dem Off erklingen, bevor er auf die Bühne kam. Dort schlug der Sänger mit seinem Programm einen musikalischen Spannungsbogen, der viel besser hätte nicht sein können. Von einer kühlen Version des alten Hits „Marie“ über ein erstes Mitsing-Vehikel „I owe you“, Deutschsprachiges wie „Welt hinter Glas“ und „Magisch“ zum Mitdenken und Mitfühlen – der natürliche Soul in Mutzkes Stimme, der kraftvoll und verletzlich zugleich klingt, brachte die Zuhörer ruckzuck zum rhythmischen Nicken, Schippen und Wippen.

Mit dem Gitarristen Justin Balk sowie dem Jazztrio „Monopunk“, besetzt mit Dany Samar (Bass), Tobias Held (Schlagzeug) und Maik Schott (Piano), hatte Mutzke zudem eine Begleitband an seiner Seite, die es ihm erlaubte, die vielen Facetten seiner Stimme voll zur Geltung zu bringen.

In lockerer Plauderei mit dem inzwischen verbrüderten Publikum berichtete Mutzke über die Entstehung der Lieder sowie über Begebenheiten aus seinem Leben. Auch das kam gut an, denn dem „Max“ (so auch der Titel seines neuen Albums) nimmt man bedingungslos ab, dass er glaubt, was er singt.

„Ich bin schon ein Fan von ihm, seit er bei Stefan Raab war. Seine tolle Stimme, die poetischen Texte, er ist einfach eine Klasse für sich“, begeisterte sich unter anderem Sandra Hanusch (28) für den aus dem Schwarzwald stammenden Künstler. Damit brachte es die Kielerin wohl für die meisten Besucher auf den Punkt.

Und so war es am Ende des gut zweistündigen, pausenlosen Konzerts auch kein Wunder, dass es praktisch keinen der lautstark applaudierenden Besucher mehr auf seinem Stuhl hielt.

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