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Einzelhandelskonzept : Gutachter fordern: Stärkt die Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bauausschuss berät heute erstmals über die Fortschreibung der Richtschnur zur Steuerung des Einzelhandels.

von
erstellt am 22.Mai.2014 | 05:00 Uhr

Neumünster | Das neue Einzelhandelskonzept der Stadt liegt vor. Der rund 170 Seiten starke Gutachter-Entwurf soll morgen Abend im Bauausschuss erstmals öffentlich diskutiert werden.

Das Konzept legt die wesentlichen Richtlinien fest, nach denen die Stadt die Entwicklung des Einzelhandels in den kommenden Jahren steuern will. Es soll – nach Beratung in den politischen Gremien – eine entsprechende Richtschnur ablösen, die erstmals 2008 im Zusammenhang mit der Ansiedlung des DOC vom Land eingefordert und von der Stadt verabschiedet worden war.

Wichtigste Ansage auch in der Neuauflage des vom Dortmunder Planungsbüro Junker + Kruse verfassten Regelwerks: Die Innenstadt bleibt von zentraler Bedeutung für den Einkaufsstandort Neumünster. Die Innenstadt sei auch künftig als wichtigster Versorgungsstandort im Stadtgebiet zu sichern und zu fördern, fordern die Gutachter. Den Experten zufolge gilt das umso mehr, da sich der Hauptgeschäftsbereich in den vergangen Jahren eher stagnierend bis negativ entwickelt habe und der Wettbewerbsdruck von außen, etwa durch die geplante Erweiterung von Dodenhof in Kaltenkirchen noch zunehmen wird.

Erweiterungsplänen innerstädtischen Sonderstandorte, wie sie derzeit etwa vom Modehaus Nortex verfolgt werden, stehen die Gutachter daher eher skeptisch gegenüber.

Allerdings ist die Politik nicht zwangsweise an die Thesen des Gutachtens gebunden, sondern könnte, wie etwa von SPD und FDP im Fall Nortex gewünscht, durchaus von der Leitlinie abweichen und Ausnahmen zulassen. Dem Vernehmen nach hat es dazu bereits erste Gespräche zwischen Nortex und den Fraktionsspitzen gegeben. Weitere Themen im Bauausschuss:

> Ausbau / Sanierung der Kreuzung Rendsburger Straße / Sauerbruchstraße / Max- Johannsen-Brücke >Planung des neuen DOC-Parkhauses an der Ecke Oderstraße / Saalestraße >Sanierug des Museumsdepots Werkhalle an der Klosterstraße >Neubau der Fußgängerbrücke über die Bahn an der alten Rendsburger Straße

>Neues Baugebiet in Einfeld Nördlich Looper Weg / Wührenallee (B-Plan Nr. 219).

Darüber hinaus will das Bündnis für Bürger im Ausschuss nachhaken, wie die Stadt mit der Bodenverseuchung in der Baustelle Holsten-Galerie (der Courier berichtete) umgehen will.

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