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Grossenaspe : Gustav sorgt für Kälber beim Bleßwild

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

250 000 Besucher kamen 2015 in den Wildpark Eekholt. Die Gehege von Fuchs und Dachs sollen zusammengelegt werden.

Grossenaspe | Die Auswirkungen des wechselhaften Wetters im vergangenen Jahr waren auch im Wildpark Eekholt deutlich zu spüren. Dennoch streiften wieder insgesamt 250 000 Besucher (2014: 260 000 Besucher) als Tagesgäste durch den Park oder nutzten das Projektparkgelände für mehrtägige Aufenthalte. Es gab viele erfreuliche tierische Nachrichten. So sorgte Gustav, der jahrelang Platzhirsch in Eekholt war, für Nachwuchs beim Bleßwild. Zwei Kälbchen gehören nun zu dem Bleßwildrudel, das nach Eekholt-Angaben weltweit einmalig ist.

„Zwei Mal mussten wir den Park wegen Unwetters sperren. Im März und im November kamen deutlich weniger Besucher. Dafür hatten wir den besten Dezember aller Zeiten“, hieß es dazu im Jahresbericht, den Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck (Geschäftsführer des Wildparks) und die Leiterin der Wildparkschule, Ute Kröger, auf dem Jahresempfang am Donnerstagabend vorstellten.

Mit rund 45 Prozent der Gesamtbesucherzahl stabil blieb der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die den Wildpark besuchten. Rund 10 000 Kinder kamen einen Tag in den Wildpark, 7000 Jugendliche wurden als Übernachtungsgäste im Projektgruppengelände betreut. „Allerdings ist zu bemerken, dass die Kassen der Schulen nicht voller werden. Deshalb werden vor allem die eintägigen Ausflüge oft gestrichen. Aber die Klassen, die hier waren, würden uns zu 98 Prozent wieder besuchen“, berichtete Ute Kröger.

Noch einmal deutlich gesteigert werden konnte der Verkauf der Jahreskarten, der mit 7000 Karten (2014: 6500) ausgesprochen positiv zu Buche schlug. „Gerade in der Vorweihnachtszeit nutzen viele das Angebot unseres neuen Online-Shops, um eine Jahreskarte als Geschenk zu erstehen“, erzählte Ute Kröger.

Ebenso gut angenommen wurde das Programm der Sonderveranstaltungen wie zum Beispiel die 20. Eekholter Wolfsnächte mit 3000 Besuchern, die Dunkel-Munkel-Nächte mit 10 000 Teilnehmern und die Wildweihnacht, zu der diesmal stolze 3200 Besucher kamen.

In den Pflegestationen wurden 2015 insgesamt 100 Tiere versorgt. Darunter waren 96 Vögel, zwei Säugetiere sowie zwei Reptilien. 37 Tiere konnten wieder in die Freiheit entlassen werden.

Spannend und voller Ideen wird sich die Weiterentwicklung des Wildparks gestalten. „Unter anderem soll mit dem Zusammenlegen der Gehege von Fuchs und Dachs ein rund 1000 Quadratmeter großes, begehbares Areal für diese Tierarten entstehen. Außerdem planen wir mit einem Kostenrahmen von 100 000 Euro den Bau von mehreren Pflege- und Auswilderungsvolieren sowie die Anschaffung eines Röntgengerätes“, erläuterte von Schenk die anstehenden Investitionen. „Mit der interaktiven Wolfsmeile und weiteren Informationsangeboten werden wir die wichtige Aufklärungsarbeit zum Thema Wölfe fortführen“, erklärte der Wildpark-Geschäftsführer.

Schließlich wurde die Arpsdorferin Gunda Kubich für 15 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt. Sie ist in der Verwaltung tätig, führt die Urlaubslisten, ist Kräuterexpertin und richtet den Patenschaftstag aus.

Glücklich über die anhaltende Anerkennung der Einrichtung zeigte sich auch die heutige Inhaberin und Enkelin der Eekholt-Mitbegründerin Theda Hatlapa, Isabelle Mahnert: „Wo immer man hinschaut, bahnen sich Veränderungen an. Aber ich hoffe, dass wir diese als Chance nutzen können. Denn hier im Wildpark liegt uns daran, die Besucher zu motivieren, sich mit Achtung, Respekt und in Verbundenheit mit der Natur Gutes zu tun.“  



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