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Auszeichnung : GS Faldera ist jetzt „Kulturschule“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gemeinschaftsschule Faldera erhält für ihr Ästhetik-Konzept den Titel und eine Förderung über 15 000 Euro

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2017 | 08:30 Uhr

Neumünster | Eine besondere Auszeichnung erhielt gestern die Gemeinschaftsschule (GS) Faldera von Bildungsministerin Karin Prien: Sie darf sich jetzt „Kulturschule“ nennen – damit wird das umfassende Ästhetik-Konzept gewürdigt, das seit 25 Jahren an der Schule etabliert ist und Schüler aller Klassen mit Kunst und Musik verschiedener Couleur befruchtet. Die GS Faldera ist damit eine von fünf Schulen im Land, bei denen die Auszeichnung mit einer Förderung von 15  000 Euro über drei Jahre verbunden ist. Fünf weitere Schulen erhielten den Titel, aber keine Förderung.

„Das ist schon eine große Auszeichnung, wir sind sehr stolz“, freute sich Schulleiter Norbert Freund. Das Ästhetik-Konzept umfasst alle Schüler vom Fünftklässler bis zur Oberstufe. „Kunst ist kein Selbstzweck, sondern die Schüler können ihre Talente entdecken, ihre Kompetenzen und ihre Persönlichkeit stärken. Kunst führt alle zusammen und verbindet, das ist vor allem in Hinsicht auf sozial schwache Schüler und die mit Migrationshintergrund wichtig“, betonen Freund und Ingo Schlünzen, der den Ästhetikbereich leitet und das Konzept mit aus der Taufe hob.

Schüler können über den normalen Unterricht hinaus unter einer Reihe von Gruppen in den Bereichen Musik, Kunst und darstellendes Spiel wählen wie Bläsergruppe, Theaterprojekt (7. Jahrgang), Kunst-Workshop mit einem professionellen Künstler (10. Jahrgang) oder Musik- und Kreativabende (Oberstufe). Profis wie Rolf Zuckowski und der Jazzmusiker Marcel Schaie waren in 21 Jahren an der Schule. Für die Oberstufe gibt es seit sieben Jahren ein Musikprofil als Hauptfach. „Wir sind die einzige Schule in Neumünster und Umgebung, die das bietet“, sagt Freund.

Schülerin Julie Krüger (19) aus Bad Bramstedt ist musikalisch engagiert: „Musik ist nicht an eine Sprache gebunden, das hat viel mit Integration zu tun.“ Philipp Willers (19) aus Wittorf hat das Musikprofil gewählt. Er spielt Klavier und Gitarre: „Neben dem normalen Unterricht haben wir vielfältige Möglichkeiten, über uns hinauszuwachsen, unsere eigenen Projekte auf die Beine zu stellen. Das ist schon etwas Besonderes an dieser Schule.“ Er singt in der A-Cappella-Gruppe „Voices“: „Das ist echt beeindruckend, ein tolles Hörerlebnis.“

Verwendet werden die 15  000 Euro vom Land und der Mercator-Stiftung, um Profis wie Theaterpädagogen, Schauspieler, Musiker zu buchen und um Theater- und Opernbesuche oder Kunst-Ausflüge zu finanzieren.

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