zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

21. Oktober 2017 | 02:10 Uhr

Statt-Theater : Gruseliges mit Morden und Musik

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

„Invidia – es ist die Schönheit, die uns Menschen so berührt“ feierte beim Statt-Theater Premiere. Die Zuschauer waren begeistert.

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2014 | 08:00 Uhr

Neumünster | „Sei wie eine Nadel – klein, nützlich und gefährlich“: Schneiderin Flor (Inga-Marie Jansen) instruiert die Auszubildende Knopf (Sophie Reese) über ihren besonderen Beruf. Denn nachts mutieren die mörderischen Miezen unter Chefin Satin (Daphne Stadus) zu Auftragskillern, die das letzte Hemd nähen. Im neuen Stück des Statt-Theaters „Invidia – es ist die Schönheit, die uns Menschen so berührt“ ließen sich 180 Zuschauer bei der Premiere am Sonnabend in eine gruselige Welt mit Morden, Menschenfreaks und mitreißenden Songs entführen. Geschrieben wurde das Stück von Jörger Fischer.

Im Mittelpunkt steht der exzentrische Erfinder Grimbart, charismatisch-grollend gespielt von Daniel Klauke, der unter dem Dorf Altbierburg lebt. Seine unerwiderte Liebe zur Schwanenkönigin (Katharina Büll) verbittert ihn; er will sich ein menschliches Abbild von ihr bauen. Er beauftragt die Schneiderinnen: Sie sollen den Sohn der Schwanenkönigin entführen, denn er kann kein Herz erschaffen. Das Unheil nimmt seinen Lauf – doch dann macht die Liebe einer Schneiderin einen Strich durch die Rechnung. Mit witzigen Dialogen, rasanter Handlung und fantasievollen Kostümen inszeniert das Team das Stück über Schönheit und Grenzen der Technik. Das Publikum fiebert mit, schaudert, wenn die schönen Schneiderinnen die tödliche Scharlachflamme um den Mann der Schwanenkönigin (Maiko Hanisch) wickeln oder Grimbart dräuend davon erzählt, wie er seinen Gehilfen Shizzl (Yannik Schütt) aus einem ungehorsamen Menschen erschuf.

Kommentiert wird alles von den Bänkelsängern, allen voran Lukas Johannsen mit intensiver Bühnenpräsenz. Ihm stehen melodiös Clara Marcinkowski und Marie Kinscheck zur Seite. Kreativ gedichtete Songs erhalten Szenenapplaus wie die dynamische Polka „Heute bauen wir ein Leben“. In die Herzen singt sich Zombie Shizzl („Shizzl ist einsam“). Am Ende umtost frenetischer Applaus die Akteure.

Die Schneiderinnen morden weiter am 8./15./29.11. (sonnabends, 19 Uhr) und am 9./16./30.11. (sonntags, 17 Uhr).


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert