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Deutsches Rotes Kreuz : Grundsteinlegung am Hahnknüll

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

DRK-Fachklinik erweitert den gerontopsychiatrischen Wohnbereich auf 52 Plätze. Die Einweihung soll im Spätsommer gefeiert werden

Mehr Raum, mehr Licht, mehr Möglichkeiten – das sind drei Gründe, warum das Deutsche Rote Kreuz einen hohen sechsstelligen Betrag in die Hand nimmt, um seinen gerontopsychiatrischen Wohnbereich am Hahnknüll zu erweitern. Gestern wurde in der DRK-Fachklinik der Grundstein für den Anbau gelegt.

Als direkter Anbau an den 1989 errichteten Trakt entstehen auf zwei Geschossen zusätzliche 355 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche. Der Bereich wird von bisher 48 auf künftig 52 Plätze erweitert und bekommt zwei neue Tagesräume. Die alten Dreibett-Zimmer werden aufgelöst. Es gibt dann nur noch Doppel- und Einzelzimmer, die alle mit einem Duschbad ausgestattet sind. Auch der Garten wird neu gestaltet. Die Einweihung ist für den Spätsommer geplant.

„Alter ist nicht gleichzusetzen mit Krankheit, im Alter treten aber vermehrt Krankheiten auf“, sagte der DRK-Präsident Axel Steinbach. Einen besonderen Stellenwert haben dabei zunehmend psychische Erkrankungen wie Alzheimer oder Depressionen. Die Gerontopsychiatrie als Teil der Altersmedizin sei durch eine besondere Herangehensweise mit viel Erfahrung und medizinischem Spezialwissen geprägt.

„In einer Zeit, in der überwiegend nach Kostengesichtspunkten gehandelt wird und Menschen so auch entrechtet werden, stellen wir ethische Gesichtspunkte wieder in den Vordergrund“, sagte Steinbach: „Wir müssen uns um die älteren Manschen kümmern und können sie nicht in die Ecke stellen.“

Sozialdezernent Günter Humpe-Waßmuth lobte das Rote Kreuz für sein Engagement. Mit der älter werdenden Gesellschaft nähmen psychische Erkrankungen massiv zu. „Wir sind sehr froh, dass das DRK diese Baumaßnahme in Angriff genommen hat. Es zeichnet eine humane Gesellschaft aus, wie sie mit den Schwachen dieser Gesellschaft umgeht“, sagte der Stadtrat. „Der Bedarf ist dringend da“, betonte der DRK-Vorstand Sven Lorenz.

Zur Investitionssumme, von der maßgeblich auch die heimische Bauwirtschaft profitiert, wollten weder Lorenz noch DRK-Präsident Steinbach genaue Angaben machen. Der DRK-Kreisverband finanziere den Anbau komplett aus Eigenmitteln ohne Förderungen der öffentlichen Hand. Ein Geschenk gab es dann aber doch noch: Hahnknüll-Küchenchef Heiko Holstein hatte zur Feier des Tages extra eine Bau-Torte gebacken und überraschte damit Swetlana Walder, die Bereichsleiterin in der Gerontopsychiatrie.

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erstellt am 04.Feb.2014 | 05:30 Uhr

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