Haus Schleusberg : Grundstein für 17-Millionen-Investition

Investor Wilhelm Kuhrt (rechts) legte die kupferne Hülse, in der auch ein Courier Platz fand, in den Grundstein. Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek assistierte mit der Maurerkelle.
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Investor Wilhelm Kuhrt (rechts) legte die kupferne Hülse, in der auch ein Courier Platz fand, in den Grundstein. Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek assistierte mit der Maurerkelle.

Seniorenheim Haus Schleusberg wird um 71 Einheiten für betreutes Wohnen, Pflegeräume und Praxen erweitert. Fertigstellung im August 2015

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18. Juli 2014, 05:30 Uhr

Neumünster | Das Kellergeschoss ist schon halb fertig, doch für den Grundstein fand sich noch ein Plätzchen in einem Fenstersturz. Investor Wilhelm Kuhrt aus Halstenbek legte gestern die Kupferhülse mit den Bauunterlagen für ein Großprojekt hinein. Für rund 17 Millionen Euro erweitert der Hamburger Unternehmer das Seniorenheim Haus Schleusberg.

Auf knapp 9000 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche entstehen im Winkel zwischen Schleusberg und Tivoli 71 Einheiten für betreutes Wohnen. Die Wohnungen haben Größen zwischen 42 und 69 Quadratmeter. Dazu kommen 13 Zimmer für die Intensiv- und Beatmungspflege und 30 Tagespflegeplätze. Ein Teil ist für Bewohner mit Demenz vorgesehen.

Die Wohnbereiche sind im ersten, zweiten, Dach- und im Turmgeschoss untergebracht. Das Erd- und Untergeschoss bietet Platz für Funktionsräume wie eine Wäscherei, die Pflegeeinrichtungen und Praxen für Logo-, Ergo- und Physiotherapeuten und eine Fußpflege. „Wir sind dann sehr gut ausgestattet. Eine solche Kombination aus Pflege, gerontopsychiatrischer Pflege und Wachkomapflege mit betreutem Wohnen gibt es in Schleswig-Holstein nicht allzu oft“, sagte Kuhrt. Auch das Stammhaus wird grundüberholt und mit einer neuen Brandschutzanlage ausgestattet.

Der Baustart war schon vor acht Wochen. Das Kellergeschoss ist fast fertig. „Wir müssen in zwei Abschnitten bauen, weil die Feuerwehrzufahrt zu den Stadtvillen am Tivoli und zum Pflegeheim offen bleiben muss“, erläuterte der Architekt Volker Böbs. Der Neubau lehnt sich an das bestehende Seniorenheim an, ist aber architektonisch etwas moderner gestaltet. So wird das rote Klinkermauerwerk durch helle Putzfassaden aufgelockert.

Im Oktober sollen die Fenster eingebaut werden, im November soll das Richtfest gefeiert werden. Zu Weihnachten soll das Dach eingedeckt und der Bau winterfest sein. Im August 2015 könnten die ersten Bewohner einziehen. „Ein strammes Programm, aber das ist zu schaffen“, sagte Kuhrt und ist sich sicher: „Mit so einer Erweiterung haben wir schon für die nächsten zehn bis 15 Jahre in die Zukunft gebaut.“ Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek assistierte bei der Grundsteinlegung und zeigte sich beeindruckt: „Das ist ein Schnellbau, wie er zurzeit ja typisch für Neumünster ist. Schön, dass wir in Neumünster wieder Vorreiter sein dürfen.“

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