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Schulassistenz : Grundschulen erhalten Unterstützung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Erste Schulassistenten beginnen nach den Weihnachtsferien ihren Dienst. Die drei Innenstadt-Grundschulen bekommen sogar je zwei Kräfte

Neumünster | Die zwölf Grundschulen der Stadt bekommen personelle Unterstützung. Am 7. Januar, also nach den Weihnachtsferien, treten die ersten von 15 Schulassistenten ihren Dienst an. Bei den 14 Frauen und einem Mann handelt sich um pädagogisch ausgebildete Kräfte. Sie sollen das soziale Verhalten der Schüler stärken und so eine bessere Integration in den Klassenverband ermöglichen und die Lehrer und Sozialpädagogen auch bei besonderen Projekten wie Ausflügen oder Klassenfahrten unterstützen.

„Die Zahl der Stunden und der Kräfte stand relativ schnell fest“, sagt Schulrat Jan Stargardt. Neumünster hat nach einem Schlüssel Anrecht auf etwa 3 Prozent der vom Land bereit gestellten Ressourcen. 13,2 Millionen Euro stehen insgesamt bereit, für Neumünster macht das laut Schulrat Stargardt etwa 377  000 Euro. Und das reicht für gut 370 Assistenzstunden.

Bei der möglichst gerechten Verteilung auf die zwölf Grundschulen beziehungsweise Schulen mit Grundschulteil waren in Neumünster neben der Grundversorgung jeder Schule vor allem zwei Kriterien maßgeblich. Ist das Einzugsgebiet ein sozialer Brennpunkt? Und: Wo sind die meisten Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf? Ein zunächst überlegtes Kriterium, die Größe der Schule, wurde wieder gekippt.

Das Ergebnis der Prüfung: Die drei Innenstadtgrundschulen Vicelinschule, Mühlenhofschule und Johann-Hinrich-Fehrs-Schule bekommen jeweils zwei Schulassistenten. Alle anderen Grundschulen bekommen eine Assitentenstelle. Allerdings wird an der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld und an der Grundschule an der Schwale ein höherer Stundensatz angesetzt. „Hier werden relativ viele Kinder mit Behinderungen unterrichtet“, nennt Stargardt die Erklärung. Die Schulassistenten sind allesamt Teilzeitkräfte und beim Land und nicht bei der Stadt beschäftigt. Für diese Modell hatte die Ratsversammlung im September votiert. Das Land war daher auch federführend beim Bewerbungsverfahren. Etwa 1300 Bewerbungen gingen beim Bildungsministerium ein. Es sind Kandidaten unterschiedlicher Profession und Qualifikation, etwa Erzieher oder sozialpädagogische Assistenten, die sich für bestimmte Kreise, Städte oder sogar für einzelne Schulen dort bewarben.

Für Neumünster wurde der größere Teil der Assistenten über eine Eignungsliste ausgewählt, einige aber auch über Auswahlgespräche. Ihnen werden unbefristete Verträge angeboten. „Nicht alle kommen direkt nach den Ferien, da zum Teil Kündigungsfristen zu beachten sind“, erklärt Schulrat Stargardt.

Ihm ist es ganz wichtig festzustellen, dass die „Schulassistenten im pädagogischen Kernbereich arbeiten und den Schulleitern unterstellt sind“. Auch die Schulbegleiter für behinderte Kinder wird es weiter geben. Deren Eltern haben darauf einen individuellen Rechtsanspruch, an dem nicht gerüttelt wird. Stargardt: „Die Schulassistenten können aber sehr wohl einen wichtigen Beitrag leisten für eine inklusive Schule.“

Einen erfreulichen Trend nennt Stargardt noch: „Die Zahl der Grundschüler in Neumünster steigt wieder.“ Mit der dauerhaften Unterbringung von Flüchtlingsfamilien in der Stadt ab Oktober 2016 dürfte es einen weiteren Schub geben. Stadt und Schulbehörde reagieren darauf. Ab Februar wird auch die Pestalozzischule in Tungendorf Daz-Zentrum für das Unterrichtsfach „Deutsch als Zweitsprache“. 

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erstellt am 20.Dez.2015 | 18:36 Uhr

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