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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 11:58 Uhr

Schulausbau : Grundschule bekommt Räume extra

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Schulausschuss beschloss auf einer Sitzung mit dem Finanz- und dem Bauausschuss das Raumprogramm für die Grundschule an der Schwale.

Neumünster | Der Schulausschuss hat nach kontroverser Debatte das Raumprogramm für den Neubau der Grundschule an der Schwale beschlossen. Getagt wurde im Ratssaal, denn auch die Mitglieder des Finanz- und des Bauausschusses waren zu dieser Sitzung zusammengekommen – allerdings ohne Stimmrecht.

Wichtigstes Ergebnis: Für den Neubau der dreizügigen Grundschule mit offenem Ganztagsbetrieb sollen am Uker Platz zwei zusätzliche Räume von je 60 Quadratmetern eingeplant werden. Die Mensa und die „Freizeitfläche“ sollen zudem so geplant werden, dass eine gemeinsame Nutzung als verbundener Raum möglich ist. Gegen die Stimmen von CDU und FDP setzte sich damit der Antrag der SPD durch, der die schon einmal erweiterte Vorlage der Verwaltung nochmals ergänzt.

„Wir bauen die Schule für die Zukunft. Ich kann niemandem erklären, wenn wir in ein paar Jahren schon anbauen müssen“, warb Thorsten Klimm für den SPD-Vorstoß. „Was ist eine zukunftsfähige Schule? Eine zu kleine Schule jedenfalls nicht“, betonte auch Schulleiterin Annika Heygster. Das Zentrum für Deutsch als Zweitsprache sei bei den ursprünglichen Planungen nicht vorgesehen gewesen. Heygster: „Wir brauchen Fach-, Gruppen und Klassenräume, aber nicht mehr kleine Räume.“ Neben der Schule gebe es noch die Betreute Grundschule und den Hort – beide mit steigenden Zahlen. Eine Mensa würde daher gut genutzt werden. Ihr Appell lautete, „nicht mit einer Schule zu starten, die von vornherein zu klein ist“.

Der CDU-Finanzexperte Hauke Hahn und die CDU-Bauexpertin Helga Bühse mochten nicht einsehen, dass jetzt in Faldera mehr Wünsche erfüllt werden sollen als beim Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld – und die Stadt dabei von bisherigen Raumprogramm-Richtwerten abweicht. Sie forderten gleiches Recht für alle. Die Grundschulen müssten alle gleich behandelt werden. „Schwebt Ihnen da das Niveau von 1965 vor, oder wollen Sie noch weiter zurückgehen?“, entgegnete Andreas Kluckhuhn (SPD) ironisch.

Rita Stein (FDP) mahnte dagegen, dass die Stadt alle Sonderwünsche selbst bezahlen müsse. Dafür gebe es keine Mittel aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz. Hauke Hahn: „Wir würden einen höheren Standard schaffen, der dann auch bei künftigen Neubauten gilt.“

Peter Uiselt als Vertreter der Kreiselternschaft begrüßte ausdrücklich die jetzt großzügigere Vorgabe für die Planung. „Die Schulen haben sich verändert. Wir haben jetzt die Inklusion, und das deckelt die Klassenstärken auf 20 Kinder“, sagte er.

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erstellt am 23.Feb.2017 | 08:00 Uhr

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