Müllsammel-Aktion : Grundschüler räumen in Einfeld auf

Auch die 3c von Klassenlehrerin Jana Eggert (links) war mit Feuereifer bei der Sache und trug Eimer um Eimer mit Müll zum Container an der Hans-Böckler-Allee.
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Auch die 3c von Klassenlehrerin Jana Eggert (links) war mit Feuereifer bei der Sache und trug Eimer um Eimer mit Müll zum Container an der Hans-Böckler-Allee.

Beim Aktionstag Frühling sammelten fast 200 Schüler Müll im Stadtteil. Viele Einfelder bedankten sich mit einer Spende für ein Schulhof-Projekt

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21. März 2017, 10:30 Uhr

Neumünster | „Ich finde das schlecht, dass die Leute ihren Müll einfach überall hinschmeißen, vor allem Zigarettenkippen“, sagte Elena (8). „Das ist eklig“, fand auch Amelie (9). „Den meisten Müll haben wir am Roschdohler Weg bei Edeka gefunden“, hatte Liam (10) beobachtet. Mit knallroten Eimern mit Einfeld-Aufkleber traten die Kinder als ehrenamtliche Helfer des Technischen Betriebszentrums gestern dagegen an.

Nahezu alle 200 Schüler der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld waren gestern mit Feuereifer von 8 bis 12.30 Uhr bei einer Müllsammelaktion im Stadtteil aktiv. „Der Frühlingsanfang ist für uns immer ein besonderer Tag, an dem wir uns mit der Natur und Umwelt auseinandersetzen“, berichtete Klassenlehrerin Pamela Magnus-Krohn. Sie hatte die Idee für den Aktionstag. Viele Einfelder fanden die Idee prima und gaben gerne eine kleine Spende. Die Schüler sammelten nämlich auch für ein Schulhof-Projekt.

Unterstützung fand das natürlich im Stadtteilbeirat. „Es gibt zwar bei uns seit über 30 Jahren unser Müllsammeln, das von den Landwirten organisiert wird und das nächste Mal wieder am 31. März stattfindet, aber das führt uns durch die Feldmark“, sagte Stadtteilvorsteher Sven Radestock.

Hans-Joachim Genz betreibt die Internetseite www.nms-einfeld.de und organisierte Sponsoren für die kleinen Müllsammler. Mit den Spenden konnten die roten Sammeleimer, aber auch Müll-Greifzangen und Handschuhe gekauft werden. „Wir hatten 2014 eine Aktion ‚Ich sehe was, was du nicht siehst‘. Die Schüler haben da die schönen Seiten, aber auch die Schmuddelecken in Einfeld fotografiert“, so Genz. Daraus sei nun die Idee geboren, mal aufzuräumen. Das sei leider nötig, sagte Radestock mit Blick auf die inzwischen erneut vermüllten Container beim Sportverein TSE. Radestock: „Die Unbelehrbaren sterben nicht aus.“

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