Einfeld : Grundschüler gestalten ihre Wildnis

Mit vereinten Kräften ziehen Louis (von links), Tamino, Niklas, Finja, Oskar, Jonas und Cedric einen Eichenstamm.
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Mit vereinten Kräften ziehen Louis (von links), Tamino, Niklas, Finja, Oskar, Jonas und Cedric einen Eichenstamm.

An der Grund- und Gemeinschaftsschule entsteht ein neuer Abenteuer- und Naturspielraum

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31. März 2017, 10:00 Uhr

Neumünster | In Einfeld haben die Schüler der Grund- und Gemeinschaftsschule ihren neuen Naturspielraum nicht nur anhand von Modellen mit entworfen. Sie packen beim Bau mit Schaufel und Schubkarre auch kräftig selbst mit an.

„Die Kinder haben 45 Tonnen Kies nur per Hand mit der Zugkarre bewegt“, sagte Landschaftsarchitekt Rainer Kahns und zollte seinen kleinen Helfern auf der Mitmachbaustelle ein dickes Lob. Auch die Eichenstämme wurden ohne schwere Maschinen mit Hilfe von Stämmewagen oder auf Rollen bewegt. Nur bei den ganz dicken Brocken gingen die Gemeinschaftsschüler mit zur Hand.

Auf einer etwa 800 Quadratmeter großen Fläche zwischen Jugendtreff, neuer Grundschule und Stadtteilbücherei entsteht nun ein gut ein Meter hoher Spielhügel , der mit naturbelassenen Eichenstämmen und Feldsteinen eingefasst ist. Durch den Hügel führt eine Tunnelröhre, in der die Kinder sich verstecken können. Sitzsteine auf dem Hügel laden zum Verweilen und Beobachten ein. Hinauf gelangen die Kinder über eine Baumstammtreppe, eine Rampe oder einen Stelzenaufstieg.

Neben dem Hügel kann man sich auf einem Stämme-Mikado und Hüpfsteinen ausprobieren. Eine Wildblumenhecke und ein großer Sitzkreis aus Feldsteinen bieten eine gute Möglichkeit für den Unterricht im Freien. Auf dem direkt angrenzenden Grundstück des Jugendtreffs werden noch eine Hängematte und ein Podest zum Sitzen oder Liegen aufgestellt.

Abgeschirmt wird der neue Bereich durch heimische Gehölze wie Eberesche, Hasel, Purpurweide, Wildapfel, Hartriegel, Spirea, Kornelkirsche oder Felsenbirne. „Die kann man wunderbar essen – wenn die Vögel nicht schneller sind“, sagte Gartenexperte Kahns.

„Auch in der alten Grundschule gab es Böschungen, in denen getobt und gespielt wurde. So eine Wildnis wollten wir wieder haben“, sagte Schulleiter Gunhild Cordts. Nach den Osterferien soll die Spielfläche fertig sein. Freigegeben wird sie aber erst im Sommer. „Es muss schließlich alles anwachsen“, sagte Gunhild Cordts. 

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