Einstimmige Entscheidung : Grünes Licht für Einfelder Schulbau

Der Schulausschussvorsitzende Bernd Delfs (Mitte) leitete die Sitzung im Ratssaal, ihm zur Seite saßen die beiden anderen Ausschusschefs Axel Westphal (links, Bau) und Hauke Hahn (rechts, Finanzen).
Der Schulausschussvorsitzende Bernd Delfs (Mitte) leitete die Sitzung im Ratssaal, ihm zur Seite saßen die beiden anderen Ausschusschefs Axel Westphal (links, Bau) und Hauke Hahn (rechts, Finanzen).

Bauausschuss, Schulausschuss und Finanzausschuss votierten in gemeinsamer Sitzung für die Freigabe der gesperrten Haushaltsmittel.

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02. Mai 2015, 09:30 Uhr

Neumünster | Es gab zwar nochmals reichlich Schelte für die Bauverwaltung. Nach gemeinsamer Sitzung, aber in getrennten Abstimmungen votierten am Ende aber sowohl der Schulausschuss als auch der Bauausschuss und der Finanzausschuss jeweils einstimmig für die Freigabe der bislang gesperrten Haushaltsmittel von gut 9,14 Millionen Euro für den Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld. Insgesamt soll das Bauvorhaben (Fertiggestellung bis 2018) rund 11,14 Millionen Euro kosten.

Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth machte noch einmal die Bedeutung des Schulstandorts Einfeld und die Notwendigkeit eines Neubaus deutlich. Die Bausubstanz ist dort teils so marode, dass sich eine Sanierung nicht rechnet. Das Ende Oktober 2014 beschlossene Raumprogramm mit jeweils einem Differenzierungsraum für zwei Klassenräume sei modern. Die Debatte um Inklusion behinderter Schüler sei zwar noch nicht zu Ende geführt, das Thema mit Aufzügen, bei Türbreiten und behindertengerechten WC aber „mit aufgenommen“.

Die Stadt will noch in diesem Monat Container für neun Klassen aufstellen und dann im Sommer mit dem Abbruch der alten Pavillons beginnen. Im September/Oktober ist die Vergabe der Gewerke und nach einem Jahr Bauzeit der Umzug der Grundschule in ihre neuen Räume geplant. Im Oktober 2016 könnte dann der Bau für die Gemeinschaftsschule starten. Die Bauzeit hier: rund eineinhalb Jahre. Im Frühjahr 2018 soll alles fertig sein – auch im Fachklassentrakt, wo nach der energetischen Sanierung 2014 jetzt das 3. Obergeschoss mit Kunst- und Musikraum und 2016/17 das Schüler-WC und die Fachräume in zwei weiteren Geschossen anstehen.

Die Freigabe der Mittel auch für die Gemeinschaftsschulteile jetzt sei wichtig, sagte Bauamts-Chef Ralf-Joseph Schnittker. Die Stadt möchte den Bau in einem Stück ausschreiben, obwohl er aus zwei Abschnitten besteht. „Das hat Vorteile“, so Schnittker mit Blick auf eine gemeinsame Heizungsanlage, weniger Planungskosten, die einheitliche Bauausführung und ineinander verzahnte Gewährleistungsfristen.

Kritik äußerte Dr. Wolfgang Stein (FDP) am viel zu spät vorgelegten Raumprogramm. Der Schulausschussvorsitzende Bernd Delfs (SPD) vermisste eine tabellarische Übersicht über die Räume: „Das ist die Missachtung der Ausschüsse und zeigt die Ohnmacht der Selbstverwaltung gegenüber einer Verwaltung, die sich nicht meldet.“ Wegen der mit erheblichen Risiken verbundenen Kostenschätzung forderte Andreas Kluckhuhn (SPD), dass die Fachausschüsse in die Kontrolle einbezogen und regelmäßig informiert werden.

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