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Kunst-Preis : Groth-Schüler stellen in Duisburg aus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Kunstklasse schickt ihre Werke zum Museum Küppersmühle. Es ist der höchstdotierte Schüler-Kunst-Preis in Deutschland.

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2014 | 17:00 Uhr

Neumünster | Acht Wochen lang haben sich 14 Schüler der Klaus-Groth-Schule (KGS) mit zeitgenössischer Kunst beschäftigt, eigene Kunstwerke geschaffen und fiebern jetzt der Ausstellung ihrer Werke in Duisburg entgegen. Die Zehntklässler nehmen als eine von 20 Schulen bundesweit am „Evonik Jugend Kunstpreis“ teil. „Das ist der höchstdotierte Schüler-Kunstpreis deutschlandweit“, sagt Kunstlehrerin Ute von Bülow, die das Projekt betreut.

Aus mehreren Tausend Schulen, die eingeladen waren, sich zu bewerben, wurde die KGS per Los ermittelt. Die Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren besuchten vor den Sommerferien das Museum Küppersmühle in Duisburg und beschäftigten sich eingehend einen Tag lang mit der dortigen zeitgenössischen Kunst. Jedem Schüler war ein Künstler zugeteilt, dessen Leben und künstlerischem Schaffen er intensiv aufarbeitete.

„Das war sehr informativ, die Vielfalt war beeindruckend. Die Kunst wurde gut erklärt“, erinnert sich Marc Andre Ohle (17). „Es war spannend, die Kunst und die Strukturen ganz nah zu sehen“, sagt Jacqueline Galka (16). Beeindruckt haben die Schüler die Riesenformate von Anselm Kiefer, der Sonnenblumenkerne und Baumrinde für seine „Sternlager“-Bilder verwendet. „Es geht darum, Worte zu finden für die Kunst. Wir arbeiten nach dem Prinzip ,Wahrnehmen, wundern, weiterdenken’. Die Schüler denken so über Horizonte hinaus. Nicht alles, was man sieht, ist so“, sagt Ute von Bülow.

Die Arbeiten der Kunstklasse sind geprägt vom „Informel“, eine Kunstform nach 1952, bei der der Malvorgang im Zentrum steht. Künstler waren traumatisiert vom Krieg, bildeten nichts ab, weil sie das Grauen nicht abbilden wollten. „Das ist viel schwieriger als gegenständliche Malerei“, sagen alle. Eingesetzt wurden Acryl-, Aquarell- und Pastellfarben, aber auch Stoffe, Reliefs und Farbschichten. Parallel dazu erdachte sich jeder Schüler ein Spiel zur Wissensvermittlung, um kindgerecht Interessantes über Künstler zu verpacken – mit einer Vielzahl kreativer Formen.

Kommenden Montag werden die KGS-Arbeiten nach Duisburg transportiert. Eine Jury bewertet alle 20 Teilnehmer und vergibt Preise.

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