zur Navigation springen

Vorlesewettbewerb : Groth-Schüler las sich zum Sieg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Markus Wethmar aus Wedel und Laurenz Kuhlig aus Ehndorf konnten die Jury in der Stadtbücherei von sich überzeugen.

Neumünster | Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels auf Bezirksebene ist entschieden. Markus Wethmar aus Wedel und Laurenz Kuhlig aus Ehndorf setzten sich gegen Peter Letsch aus Bad Segeberg und Paulina Sönksen Perma aus Wacken im Kreis Steinburg durch. „Die Entscheidung ist uns wirklich nicht leicht gefallen“, sagte Angelika Rust von der Stadtbücherei.

Über eine halbe Stunde brauchte die Jury bestehend aus der freien Journalistin Alexandra Brosowski, der Lehrerin an der Gartenstadtschule Angelika Nil, Renée Clément von der Buchhandlung Hieronymus, dem Vorjahressieger im Stadtentscheid Jonas Mohr und Angelika Rust, um die beiden Sieger küren. Am 19. Mai werden sie um den Landessieg in Kiel und damit um die Teilnahme am Bundesentscheid in Berlin kämpfen.

„Die Leseförderaktion will Kinder ermuntern, sich mit erzählender Literatur zu beschäftigen und aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen“, heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Buchhandels. Damit scheint der Initiator der Aktion den Nerv der Kinder getroffen zu haben.

Paulina bekam leuchtende Augen, als sie eine Passage aus „Jungs sind wie Kaugummi“ von Kerstin Gier vorlas, Peters Wangen wurden immer roter, so sehr schien ihn Cornelia Funkes „Herr der Diebe“ zu fesseln. Markus konzentrierte sich in bemerkenswerter Weise auf die Aussprache beim Lesen seines Favoriten „Als Opapi das Denken vergaß“ von Uticha Marmon, und Laurenz schien „Eine Woche voller Samstage“ von Paul Maar nicht nur einmal verschlungen zu haben. Fast wie ein Profi hielt er beim Vorlesen immer wieder Blickkontakt mit dem Publikum. Eine Technik, die er übrigens auch in der Disziplin „Vorlesen eines unbekannten Textes“ einwandfrei beherrschte.

„Dieses vorausblickende Lesen ist für einen Sechstklässler wirklich sehr bemerkenswert“, urteilte Jörg Jesper. Der neue Schulleiter der Klaus-Groth-Schule war „aus voller Überzeugung“ in die Stadtbücherei gekommen. „Der Besuch des Vorlesewettbewerbs ist auf keinen Fall eine Pflichtveranstaltung für mich. Ich bin hier heute erschienen, um Laurenz meine Hochachtung auszusprechen und um ein Signal zu setzen: Als Schule ist es uns sehr wichtig, Kinder zur aktiven Auseinandersetzung mit Literatur zu motivieren“, erklärte Jesper und freute sich über Laurenz’ Erfolg. Das tat auch seine Deutschlehrerin Christiane Wrobel, die ebenfalls im Publikum saß. „Dass ihr Fußballkollege Laurenz hier so erfolgreich abschneidet, ist eine große Motivation für die Jungs in der Klasse. Oft bezeichnen elf- oder zwölfjährige Jungen Lesen ja als ,uncool‘. Aber Sie hätten seine Klassenkameraden mal erleben sollen, als Laurenz Stadtsieger im Vorlesen geworden war. Da empfingen ihn auch die eingefleischten Fußballer mit großem Jubel“, berichtete die Lehrerin.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Mär.2015 | 07:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen