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Holsteinischer Courier

21. August 2017 | 03:19 Uhr

Großharrier kritisieren Busfahrplan

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schüler kommen oft zu spät zum Unterricht

Die finanzielle Lage und die Schülerbeförderung waren unter anderem Themen auf der Gemeindevertretersitzung in Großharrie vorgestern Abend.

Ärgerlich sei zurzeit die schlechte Busanbindung für die Schüler aus der Gemeinde, berichtete Gemeindevertreter Ralf Mohr. Durch den früheren Schulbeginn zur ersten Stunde in Neumünster-Einfeld und Brachenfeld kommen die Schüler häufig zu spät, wenn der Schulbus nicht schnell genug durchkommt. Aus Großharrie fährt nur ein Bus um 7.30 Uhr zur ersten Stunde. „Das ist zu knapp“, meinte Mohr. Besonders zum nahenden Winter dürfte sich die Situation weiter verschlechtern. Auch aus Tasdorf würden Eltern und Schüler hierüber klagen.

Ob die Plöner Verkehrsbetriebe ihren Fahrplan deswegen allerdings ändern, sei zweifelhaft, meinte Bürgermeister Jochen Steinau. Außerdem sei es nicht so ohne weiteres möglich, die in Verkehrspläne eingebundenen Verbindungen kurzfristig zu ändern, meinte Kämmerer Thomas Köpp. In Gesprächen mit den Schulen und den Verkehrsbetrieben soll nach einer Lösung gesucht werden.

Angesichts zu erwartender sinkender Zuschüsse aus dem kommunalen Finanzausgleich will die Gemeinde Kredite vorzeitig ablösen. Großharrie gehört nicht zu den Gewinnern bei der Neugestaltung des kommunalen Finanzausgleichs durch das Land. Allgemein soll die ab 2015 greifende Neuordnung des Finanzausgleichs den kleinen Gemeinden mehr Geld vom Land bescheren. Die Kreise sollen dabei weniger erhalten, berichtete der Bürgermeister. Einkommensstarke Gemeinden können allerdings auch in das Gegenteil abrutschen und deutlich weniger Geld erhalten, bestätigte Kämmerer Thomas Köpp aus der Amtsverwaltung. Großharrie muss voraussichtlich mit etwa 15 Prozent Einbußen rechnen. Das könnte rund 15 000 Euro weniger im Haushalt bedeuten.

Zum Glück verzeichnet die Gemeinde 2013 ein deutliches Plus in der Kasse. Verantwortlich sind hierfür unter anderem deutlich gestiegene Gewerbesteueranteile. Damit sind nicht nur die zurzeit aufgelaufenen Mehrausgaben aus dem laufenden Haushalt in Höhe von gut 29 000 Euro gedeckt. Auch die im Haushalt bereits vorgesehene und einstimmig beschlossene Ablösung eines Restdarlehens über 96 000 Euro für die Abwasserbeseitigung ist durch die Besserstellung ohne eine Entnahme aus den Rücklagen möglich.

Außerdem wurde über ein Gemeindewappen beraten. Die Frage nach einem Gemeindewappen fand die einstimmige Zustimmung aus der Gemeindevertretung. „Nicht auf Krampf, aber wenn ein Wappen sinnvoll und aussagekräftig für die Gemeinde steht, bin ich persönlich dafür“, sagte der Bürgermeister. Die Bürger sollen auch beteiligt werden. Ideen können beim Bürgermeister eingereicht werden.

Wie Ilona Bredow informierte, steht an der Grundschule in den Ferien ab morgen ein Container für Elektronikschrott sowie Haushalts- und Elektrokleingeräte bereit, der von den Bürgern genutzt werden kann. Bildschirme und Fernseher sollen dort nicht entsorgt werden.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 00:34 Uhr

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