Großharrie will sich keine Chance verbauen

Gesetze lassen zurzeit keinen Standort für einen Windpark zu / Erneute Diskussion gab es um den Radweg nach Tasdorf

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15. Oktober 2011, 07:38 Uhr

Grossharrie | "Wir sind nicht gegen Windkraft. Aber für einen Windpark ist nach den derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen ohnehin kein Standort auf dem Gemeindegebiet vorhanden." Das stellten Großharries Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung noch einmal fest. Bereits vor rund zwei Jahren hatten sie diese Gegebenheiten zur Kenntnis genommen. Allerdings wollen sich die Ortspolitiker auch keine Zukunftschancen verbauen. Sollten sich die Bedingungen und die Technik eines Tages ändern, wollen sie eine neue Diskussion nicht ausschließen.

Neue Gespräche wollen Bürgermeister Jochen Steinau und die Gemeindevertreter auch über einen möglichen Radwegebau zwischen Tasdorf und Großharrie führen. Der Trasse war vor einem Jahr wegen negativer Zuschussbescheide zunächst auf Eis gelegt worden. Ob Großharrie den Weg auch ohne Zuschüsse bauen wird, wie jetzt von einigen Tasdorfer Bürgern in der Nachbargemeinde angeregt wurde, müsse eingehend geprüft werden. "Bevor es Gespräche über Einzelheiten mit der Nachbargemeinde gibt, muss das Thema in Großharrie eingehend besprochen und eine grundsätzliche Entscheidung getroffen werden", gab Steinau den Tasdorfer Gästen in der Sitzung mit auf den Weg. Sollte die Entscheidung zugunsten eines Radwegebaus aus eigenen Mitteln ausfallen, wird es selbstverständlich eine enge Zusammenarbeit mit Tasdorf geben, kündigte der Bürgermeister an.

Gute Nachrichten gab es für die Feuerwehr. Immer mehr Wehren sind in den vergangenen Jahren in Not geraten, weil immer weniger Fahrer die Feuerwehrfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen bewegen durften. Jetzt soll nach einer Landesvorgabe die Möglichkeit geschaffen werden, dass durch eine gesonderte Nachschulung wieder mehr Feuerwehrleute die Einsatzfahrzeuge fahren dürfen.

Beschlossen wurde eine Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses. Durch rund 50 Prozent Eigenleistung sollen die Kosten von etwa 40 000 Euro allerdings deutlich reduziert werden. Auch in Zukunft wird die Gemeinde die Kindertagespflege mit 1,30 Euro pro Stunde bezuschussen.

Die rund 20 300 Euro über- und außerplanmäßigen Ausgaben der Gemeinde im Haushaltsjahr 2011 wurden ebenfalls abgenickt.

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