Grossharrie : Großharrie hat eine Frau an der Spitze

Ilona  Bredow
Ilona Bredow

Ilona Bredow wurde Holger Nohrdens Nachfolgerin

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14. Juni 2018, 10:00 Uhr

Grossharrie | Erleichterung machte sich auf den Gesichtern der 40 Großharrieer Einwohner breit, die zur Bürgermeisterwahl ins Feuerwehrgerätehaus gekommen waren. Die Gemeinde blieb nicht – wie zunächst erwartet – ohne einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt.

Bis kurz vor der konstituierenden Sitzung hatten es die beiden Wählergemeinschaften noch spannend gemacht. Von beiden Spitzenkandidaten, Ralf Mohr von der Wählergemeinschaft Groß- und Kleinharrie sowie Karsten Blöcker von der Freie Wählergemeinschaft Großharrie (FWG), war das Signal gekommen, nicht für das Amt zu kandidieren. Umso größer war die Freude, als bekanntgegeben wurde, dass sich Ilona Bredow aus der FWG zur Wahl stellt.

Mit einstimmigem Ergebnis wurde Ilona Bredow, die seit fünf Jahren in der Gemeindevertretung mitarbeitet, in das neue Amt gewählt und vereidigt. Die kaufmännische Angestellte ist 49 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Söhne. Ehemann Rainer und die Kinder haben den Schritt befürwortet und gesagt: „Mach das.“ „Das gibt Rückhalt und ein gutes Gefühl. Jemand muss letztlich die Verantwortung übernehmen und sich für die Gemeinde engagieren“, sagte sie.

„Drei Bürgermeister hatte Großharrie in den letzten zehn Jahren. Schön, dass jetzt wohl wieder etwas Ruhe in das Amt einkehrt und zum ersten Mal eine Frau Bürgermeisterin wird“, sagte Großharries langjähriger Altbürgermeister Detlef Sötje.

Zuletzt war Holger Nohrden, seinerzeit stellvertretender Bürgermeister, in die Bresche gesprungen und hatte das Amt übernommen. „Ich bin froh, mit Ilona Bredow eine tolle Nachfolgerin gefunden zu haben“, begrüßte Nohrden den Wechsel. Ohne einen Nachfolger hätte letztlich die Aufhebung der Gemeinde gedroht. „So hätte ich mein Amt nicht abgeben wollen“, meinte Nohrden.

Neben Ilona Bredow als neue Bürgermeisterin wurde Carsten Blöcker zum 1. Stellvertreter gewählt. Zweiter Stellvertreter wurde Holger Nohrden. Nach den Wahlen wartete gleich ein brisantes Thema auf die neue Bürgermeisterin. Die Diskussion um eine zentrale Wasserversorgung bewegt die Gemüter. Wie diese einmal aussehen könnte, soll Thema in den kommenden Sitzungen sein und in aller Ruhe sachlich diskutiert werden, meinte Bredow.

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