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Lesermeinungen zum Bürgerentscheid : Großflecken: Von „klares Ja“ bis „besonders schlimm“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Courier-Leser diskutieren munter weiter.

In der Courier-Redaktion trudeln weiter die Leserbriefe zur künftigen Verkehrsregelung auf dem Großflecken ein. Weitere Meinungen sind ausdrücklich erwünscht, gern per Mail an redaktion.neumuenster@shz.de.

 

 

Es kann nur ein klares „Ja“ geben

Die bereits in den Jahren 1988/1991 erfolgte Umgestaltung des Großfleckens stand unter dem Leitgedanken, die Innenstadt von unnötigem Individualverkehr und vor allem vom Durchgangsverkehr zu entlasten und zugleich den Öffentlichen Personennahverkehr zu stärken. Weniger Verkehrslärm, weniger schädliche Abgase, mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität und damit die Aufwertung des Großfleckens als Einkaufs- und Kommunikationszentrum waren schon damals das erklärte Ziel.

Die jetzt anstehende Entscheidung für eine totale Sperrung für den Durchgangsverkehr ist zweifellos folgerichtig und konsequent. Für jemanden, der diese Forderung über Jahrzehnte vertritt, kann es am 25. Mai nur ein klares „Ja” geben.

Dieter Reese

Ältere nicht verscheuchen


Die Sperrung des Großfleckens wäre gerade für ältere Neumünsteraner besonders schlimm. Viele sind gehbehindert und auf das Auto als Transportmittel angewiesen. Für Arztbesuche und Einkäufe in Spezialgeschäften der Innenstadt werden oft die Fahrdienste der Angehörigen in Anspruch genommen. Die älteren Bewohner der Stadtteile Einfeld, Tungendorf, Gartenstadt, Ruthenberg, Gadeland usw. fahren nur dann in und durch die Stadt, wenn dieses unvermeidlich ist. Auch die älteren Bewohner der Umlandgemeinden sollte man als Kunden der Geschäfte der Innenstadt anlocken und nicht durch Sperrung der Innenstadt verscheuchen.

Erich Handrick

Die Innenstadt ist viel lebendiger

Ein Aspekt des für Autos offenen Großfleckens ist bisher noch nicht ausreichend berücksichtigt worden: Die Innenstadt wirkt nämlich dadurch sehr viel lebendiger, interessanter, pulsierender. Das zieht – wie man jetzt im Vergleich zur Zeit des Verkehrsversuches sieht – nicht nur mehr Autos, sondern auch mehr Menschen an. Was nutzt uns ein verkehrsarmer und auch gleichzeitig menschenleerer Großflecken? Ich jedenfalls fahre mit dem Fahrrad viel lieber in eine Innenstadt, die wie jetzt voller Leben ist, freue mich über das Gedränge auf den Straßen und störe mich fast gar nicht an den Autos. Meine Bitte deshalb an die Wähler: Lasst bei der Abstimmung Ideologie oder Mainstream zu Hause und entscheidet mit „Nein“ für Neumünster.

Bernd Folster

Einfach Blitzer auf den Großflecken

Ich bin für die Offenhaltung des Großfleckens, da Neumünster in keinster Weise ein schlüssiges Verkehrskonzept besitzt und so uns Neumünsteranern das Befahren der Innenstadt noch mehr vermiest würde. Zur Verkehrsberuhigung gibt es ein ganz einfaches Mittel, das z.B. in Italien funktioniert. Keine Fußgängerübergänge und Ampeln sind dafür notwendig. Es gilt auf dem Großflecken Tempo 20, nur hält sich fast keiner dran. Die Lösung: Über den Großflecken verteilt vier bis sechs Blitzanlagen verteilen, und schon werden die Verkehrsteilnehmer erzogen, und/oder die Stadt hat sicherlich eine gute Einnahmequelle.

Martin Fröhlich

Sperrung ist langfristig positiv


In fast jeder Stadt gibt es eine Fußgängerstraße, warum nicht in Neumünster? Ohne Abgasgestank einkaufen, auf der Sonnenseite des Großflecken. Also Sperrung! Für die Geschäftswelt wird sich das langfristig positiv auswirken.

Ulf Heeschen

 

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erstellt am 09.Mai.2014 | 06:30 Uhr

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