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Kommunalpolitischer Bierabend : Großflecken: Entscheidung im Dezember

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Architekt Dieter Rogalla ist jetzt offenbar gesprächsbereit. Der Unternehmensverband warnt vor hohen Umbaukosten.

Neumünster | Wenn Bautätigkeit ein Zeichen für Aufbruch ist, dann ist Neumünster eine sehr dynamische Stadt. 184 Baustellen seit Jahresbeginn sind Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras Beleg genug für diese These. „Vor allem die Stadtwerke investieren in die Infrastruktur. Das ist gut“, sagte Tauras beim Kommunalpolitischen Bierabend des Unternehmensverbands Mittelholstein (UVM) in der Schanze am See.

Dass es dabei zu Konflikten kommen kann, zeigt die Fernwärmebaustelle der SWN auf dem Großflecken. „Energetisch sinnvoll, aber der Wochenmarkt leidet sehr darunter“, sagte Tauras und nannte die jetzt gefundene Lösung gut: Der Markt soll Ende August vom Klein- auf den Großflecken zurückkehren.

„Das ist unser zentraler Platz, unser Identitätsraum“, sagte Tauras. Nach langen Diskussionen gebe es jetzt Beschlüsse der Ratsversammlung, um die Innenstadt attraktiver zu machen. Tauras: „Die Planungen werden konkreter.“ Dass das Hamburger Büro WES mit einer Planung beauftragt wurde, begrüßt auch der Unternehmensverband. Am 12. Dezember soll das Konzept in der Ratsversammlung beschlossen werden.

Der UVM-Vize Ulf Michel hatte da allerdings noch offene Fragen. Die veranschlagten Kosten für die Pflasterarbeiten auf dem Großflecken könnten sich als Illusion erweisen, so Michel. Die Stadt könne sich weder die große Variante für 10 Millionen Euro leisten, noch glaube er an die eine Million Euro für den Wiedereinbau des alten Materials. Und: Kommen Kosten auf die Anlieger zu? Wie können Störungen für die Geschäfte und den Wochenmarkt minimiert werden? Ohne eine Antwort auf diese Fragen könne der Rat keine verantwortungsvolle Entscheidung fällen. Michel: „Die Sanierung macht den Großflecken vielleicht schöner und vermutlich besser begehbar. Aber es wäre nicht der erste Platz, der für viel Geld saniert wird und dann in Schönheit stirbt.“ Er erinnerte an die Schleusau-Öffnung, bei der Zeitplan und Kosten aus dem Ruder gelaufen seien.

Tauras berichtete von Kontakten zu dem Großflecken-Architekten Dieter Rogalla, der jetzt gesprächsbereit sage: „Ja, der Platz ist in die Jahre gekommen.“ Tauras: „Mal sehen, wie sich die Planer da zusammentun. Ende des Jahres muss die Entscheidung fallen.“ Erst danach könne man über Kosten reden. „Ein Preisschild gibt es erst, wenn die Planung feststeht.“

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erstellt am 22.Jul.2017 | 08:00 Uhr

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