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Bauausschuss : Großflecken: Aus für die Pförtnerampeln

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eine großzügige Aufpflasterung an den Zufahrten soll den Verkehr im Zentrum beruhigen.

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erstellt am 29.Nov.2014 | 08:00 Uhr

Neumünster | Die so genannte „weiche Verkehrsberuhigung“ auf dem Großflecken wird nun noch etwas weicher: Mit 7 : 4 Stimmen sprach sich der Bauausschuss dafür aus, auf die sogenannten Pförtnerampeln an den Zugängen zum Großflecken zu verzichten und die Zufahrten stattdessen großzügig aufzupflastern.

Die Verkehrsplaner erhoffen sich dadurch eine bremsende Wirkung, ohne den einrollenden Verkehr zwangsweise zu unterbrechen. „Unser Ziel ist nicht, den Autofahrer auszubremsen, sondern den Fußgängern die Überquerung des Großfleckens zu erleichtern“, erläuterte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras.

Die Ampelschaltungen am Gänsemarkt und am Rathaus sollen demnach so bleiben, wie sie sind. Als Pförtnerampeln wären ihre Grünphasen für den Verkehr in Richtung Großflecken deutlich verkürzt worden. Festhalten will die Stadt bei dieser Variante aber an dem seit dem Verkehrsversuch geltenden Tempolimit von 20 Stundenkilometern.

Bei der Aufpflasterung wird die Fahrbahn an verschiedenen Stellen angehoben – meist in einem auffälligen Pflaster, um auch eine optische Bremswirkung zu entfalten. Das Pflaster soll auch von Sehbehinderten ertastbar sein, verspricht die Verwaltung. Helga Bühse (CDU) regte an, die Aufpflasterung auch über die Radwege fortzusetzen, um Fußgänger noch besser zu schützen.

Die genaue Gestaltung will die Verwaltung in der nächsten Sitzung vorstellen. Dann soll auch eine Kostenschätzung vorliegen. Die Kosten des Umbaus trägt ECE als Bauherr der Holsten-Galerie.

Lediglich die SPD stimmte geschlossen gegen das Konzept: Die weiche Verkehrsberuhigung sei nicht das, was die Ratsversammlung seinerzeit auf den Weg gebracht habe, kritisierte Axel Westphal. Das Ziel, die Verkehrslast zu verringern, werde nicht erreicht.

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