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Holsteinischer Courier

22. November 2017 | 21:37 Uhr

Neumünster : Großfeuer legt Nordalu-Werk lahm

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Dach einer Produktionshalle der Nordalu GmbH in der Oderstraße geriet in der Nacht zu Montag in Brand. Die Feuerwehr spricht von einem Schaden in Millionenhöhe.

von
erstellt am 23.Okt.2017 | 19:47 Uhr

Neumünster | Im Aluminium-Presswerk an der Oderstraße hat ein Großfeuer in der Nacht zu gestern erheblichen Schaden angerichtet. Als die Berufsfeuerwehr zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Wittorf und der Regie-Einheit des Katastrophenschutzes gegen 0.30 Uhr am Einsatzort eintraf, stand das Dach der Produktionshalle schon in Flammen. Ein Übergreifen auf ein nahe gelegenes Gefahrstofflager und ein Stickstoff-Silo konnte durch die Einsatzkräfte verhindert werden. Die Höhe des Sachschadens ist erheblich, kann jedoch noch nicht genau beziffert werden.

Beim Ausbruch des Feuers befanden sich fünf Mitarbeiter in der Halle. Der Schichtleiter (39) habe die Gefahr rechtzeitig bemerkt und konnte alle unverletzt in Sicherheit bringen.

Ein gerissener Hydraulikschlauch habe das Feuer ausgelöst, heißt es im Einsatzbericht der Berufsfeuerwehr. Die austretende Flüssigkeit entzündete sich und konnte sich auf die gasbetriebenen Heizstrahler ausbreiten, was den Brand zusätzlich anfachte. Die Produktionshalle an sich war nicht zu retten. Die Feuerwehr spricht von einem Schaden in Millionenhöhe. Dieser kommt vor allem dadurch zustande, dass einige der Maschinen, die in der Halle standen, stark beschädigt wurden. Auf Courier-Nachfrage konnte Reinhard Ströhle, Geschäftsführer bei Nordalu, die Höhe des Schadens nicht bestätigen. „Wir können uns noch kein Bild machen, denn die betroffene Presse könnte noch funktionstüchtig sein“, sagt er. Seiner Meinung nach seien hauptsächlich die elektrischen Installationen durch die Löscharbeiten beschädigt worden. „Die Anlage selbst wurde, auf den ersten Blick zumindest, durch die Feuerwehren gerettet“, erklärt Ströhle, der betonte, dass man erst nach Abschluss der Überprüfung gesicherte Angaben machen könne.

Das Unternehmen produziert jeden Tag 45 Tonnen Aluminiumprofile mit hochwertigen Oberflächen, beispielsweise für die Sanitärbranche. Allein die nun zunächst nicht mehr einsetzbare Presse habe täglich knapp 15 bis 18 Tonnen Material verarbeitet. Zwar verfüge man noch über eine weitere Aluminium-Presse, diese könne aber den Verlust nicht auffangen. Deshalb werde die restliche Produktion nun zu Schwesterunternehmen verlagert, um den wirtschaftlichen Verlust zu minimieren. Neben Nordalu zählen die Firmen Gartner und Gutmann zur gleichnamigen Unternehmensgruppe mit Sitz im fränkischen Weißenburg.

Nach Einschätzung Ströhles ist in drei bis vier Wochen wieder ein normaler Betrieb möglich. Aber auch dies kann sich, nach einer Begutachtung des Schadens, noch verschieben. Erst gegen 3.50 Uhr wurde der Einsatz beendet.

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